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    Nach US-Luftschlägen und Hilfskonvoi-Attacke: Lawrow und Kerry beraten in New York

    © AFP 2019 / Amer Almohibany
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    Die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und John Kerry, haben bei einem Treffen hinter geschlossenen Türen in New York die Situation um die Waffenruhe in Syrien erörtert, wie die Agentur RosBusinessConsulting (RBC) berichtet.

    UN-Hilfskonvoi in Syrien
    © AFP 2019 / Omar haj kadour
    Laut einem Vertreter der US-Delegation sollte das Treffen der Frage der Einhaltung des Waffenstillstandes in Syrien sowie dem Beschuss eines humanitären Hilfskonvois in Aleppo gewidmet sein. Dem Vertreter zufolge führten Lawrow und Kerry im Laufe der letzten Wochen nach dem Inkrafttreten der Vereinbarung zu Syrien aktive Gespräche.

    „Diese Kontakte werden auch in den folgenden Tagen fortgesetzt“, so die Quelle.

    Die Außenamtssprecherin Maria Sacharowa teilte ihrerseits RBC mit, dass Russland eine Erklärung seitens der USA in Bezug auf die Luftschläge der US-geführten Koalition vom Wochenende, bei denen zahlreiche syrische Soldaten ums Leben gekommen seien, erwarte.

    „Wir würden gerne von der amerikanischen Seite die endgültige Version von dem, was passiert war, zu hören bekommen. Erst danach wird man über die Perspektiven der Revision der Zusammenarbeit sprechen können. Es geht jetzt nicht darum, was (der amtliche Sprecher des US-Außenministeriums John – Anm. d. Red.) Kirby sagt, sondern darum, was in Wirklichkeit passiert war, warum diese Luftschläge versetzt worden waren, was die Gründe waren“, sagte Sacharowa.

    Zuvor hatte Kirby mitgeteilt, dass Washington von den Berichten über den Beschuss eines humanitären Hilfskonvois nahe Aleppo „empört“ sei. Dem Sprecher zufolge werden die USA die Perspektiven der Zusammenarbeit mit Russland überdenken. Kirby hatte die syrischen Regierungstruppen und russische Militärs des Beschusses von Lastwagen mit Hilfsgütern der Uno und der syrischen Rothalbmondbewegung beschuldigt.

    Am 19. September waren dem Sprecher der Uno, Stephane Dujarric, zufolge mindestens 18 Lastwagen mit Hilfsgütern der Uno und der syrischen Rothalbmondbewegung in Syrien beschossen worden. Insgesamt soll es 31 Fahrzeuge gegeben haben, die die 78.000 Einwohner in Orum al-Kubra mit humanitärer Hilfe versorgen sollten. Bei dem Vorfall kamen laut Dujarric etwa 20 Menschen ums Leben.

    Am 17. September hatte die internationale Koalition unter der Führung der USA vier Luftschläge gegen die syrische Armee geflogen. Dabei wurden mindestens 62 syrische Soldaten getötet und etwa 100 weitere verletzt. Bei den Angriffen wurden zwei F-16-Jäger und zwei Jagdflugzeuge des Typs A-10 der US-Luftwaffe eingesetzt.

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    Tags:
    Beschuss, Zusammenarbeit, Luftschläge, Treffen, Attacke, Hilfskonvoi, Waffenruhe, John Kerry, Sergej Lawrow, Aleppo, Syrien