20:14 27 März 2017
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    UN-Hilfskonvoi in Syrien

    Lawrow fordert unparteiische Ermittlungen zum Angriff auf UN-Hilfskonvoi in Syrien

    © AFP 2017/ Omar haj kadour
    Politik
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    Lage in Syrien (189)
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates dazu aufgerufen, eine sorgfältige und unvoreingenommene Untersuchung der Attacke auf den Hilfskonvoi im Raum der syrischen Stadt Aleppo durchzuführen.

    „Vieles spricht dafür, dass das ein Raketen- oder Artillerieschlag gewesen sein könnte, worüber auch berichtet wurde. Später wurden Hubschrauber und dann Flugzeuge erwähnt“, so Lawrow.

    Dem Minister zufolge müssen Hilfskonvois unbedingt von UN-Vertretern begleitet werden. „Auch die Opposition und ihre Sponsoren müssen Garantien dafür geben“, fügte Lawrow hinzu.

    Ein Hilfskonvoi der Uno und der syrischen Rothalbmond-Gesellschaft war in der Nacht zum Dienstag nordwestlich von Aleppo beschossen worden. Die Autokolonne war mit Hilfsgütern für 78.000 Menschen beladen. Nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) wurden 18 der 31 Lastwagen vernichtet. IKRK bestätigte, dass ein Mitarbeiter der syrischen Rothalbmond-Gesellschaft und mindestens 20 Zivilisten dabei getötet wurden.

    Das russische Verteidigungsministerium hat ein Video veröffentlicht, auf dem Drohnenaufnahmen des angegriffenen UN-Konvois in der syrischen Stadt Aleppo zu sehen sind.

    Laut dem Sprecher des Verteidigungsamtes, Igor Konaschenkow, ist auf dem Video zu sehen, dass der UN-Konvoi von einem Geländewagen der Terroristen mit einem Granatenwerfer begleitet wird.

    Dem Sprecher zufolge haben weder die russischen noch die syrischen Luftstreitkräfte Schläge auf den UN-Hilfskonvoi im Südwesten der syrischen Provinz Aleppo geflogen.

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    Tags:
    Ermittlungen, Angriff, Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Sergej Lawrow, Syrien
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    Alle Kommentare

    • avatar
      Thomas
      Erinnert mich an MH17, und 9/11 um Schuldzuweisungen zu produzieren.

      Unbemerkt solch ein Schlag gegen 18 LKW zu führen? Der Anschlag war vorbereitet und geplant, um die nutleidenden als Waffe zu benutzen. Möglich kotzen die ab, so nicht Waffen- und Munitionsnachschub nach Aleppo zu bekommen.
      Hier kann es nur eine Lösung geben.
      Die Transporte sind über die von Syrien kontrollierten Gebiete zu bewegen.
    • MH17 ist z.B. vor über zwei Jahren abgeschossen worden und unparteiische Ermittlungen wird es mit den USA als Drahtzieher nie geben. Auch die Verbrechen in der Ukraine werden nicht lückenlos aufgeklärt und in Syrien schert sich doch nicht mal die UNO um das Völkerrecht, sondern höhrt Obama, Kerry und Erdogan beim lügen zu.
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      Russland wird unabhängige Ermittlungen doch sowieso nicht akzeptieren. Wenn das Ergebnis nicht gefällt, wird mal wieder behauptet, das die Untersuchungen von den Amis beeinflusst sind und man nur Russland schlecht dar stehen lassen will. Bei dem MH17 Vorfall konnte man es ja schon erleben.
    • Ambuya
      Mir scheint, der großartige russische Außenminister gestattet sich auch manchmal einen Tagtraum...
      Unparteiisch + USA beteiligt = unmöglich.
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      ThomasAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      BUO, nur dass die USA ihre angeblichen Beweise für die Schuld geheim hält, weil die erlogen wurden.
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      ThomasAntwort anAmbuya(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ambuya, was mir beim Bild oben auffällt ist schon ein Hinweis genug, dass zu untersuchen.
      Im hinteren Bereich der Ladetüren sehen wir Löcher die auf die Richtung einer Sprengung hinweisen. Die ausgebogenen Seitenwände auch. Dann gibt es aber bei einer Sprengung keinen Sauerstoff, um eine Ladung des LKW in Brand zu stecken, weil die Sprengung üblich auch den Sauerstoff aus der Umgebung verbraucht, wenn die Ladung der Sprengung nicht mit Sauerstofffreisetzenden Chemikalien übersättigt ist.
      Bei Phosphorladungen ist es anders, weil Phosphor mit ganz geringer Temperatur selbstentzündlich ist und auf Sauerstoffzufuhr warten kann. Da ist die Sprengladung auch zur Verteilung des Phosphor dienlich. Die Explosion/en geschahen im Bild auf der anderen Seite des LKW.
      Die Orte sind wie sichtlich schon teils beräumt, und die Straße wurde nicht getroffen.
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