22:28 14 Dezember 2019
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    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg

    Angriff auf UN-Hilfskonvoi: Stoltenberg will weder Moskau noch Damaskus beschuldigen

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    Der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg will nach eigenen Worten in Bezug auf den Angriff auf den UN-Hilfskonvoi in Syrien nicht spekulieren. Dies teilte er nach der Unterredung mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in New York Journalisten mit.

    Stoltenberg betonte zudem, er wolle keiner Seite die Schuld für den Vorfall zuschieben. Bevor man Beschuldigungen gegen jemanden erhebe, müsse man Fakten sammeln.

    „Das (der Angriff gegen den Hilfskonvoi – Anm. d. Red.) ist absolut inakzeptabel, das ist ein Vorstoß gegen das internationale Recht. Das unterstreicht, wie wichtig die Einführung eines effektiven Waffenstillstandes, die Gewährleistung eines freien Zugangs von Mitarbeitern der humanitären Missionen sowie stabile politische Verhandlungen sind“, sagte Stoltenberg.

    Lawrow und Stoltenberg erörterten beim ihrem Treffen in New York die Lage in Syrien und der Ukraine. Der Nato-Generalsekretär bezeichnete die Verhandlungen als nützlich und gab bekannt, dass sich die Seiten geeinigt hätten, den Dialog über die Verringerung von militärischen Risiken und die Erhöhung der Transparenz fortzusetzen.

    Das Presseamt der Organisation der Vereinten Nationen hatte am Dienstag mitgeteilt, dass ein UN-Hilfskonvoi nordwestlich von Aleppo angegriffen worden sei. Westliche Medien schrieben den Angriff, bei dem es viele Tote und Verletzte gab, „syrischen oder russischen Flugzeugen“ zu. Als Quelle für diese Behauptung nannten sie die sogenannte „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, die in London ansässig ist und in Opposition zur syrischen Regierung steht.

    Auch Washington ist davon überzeugt, dass der Angriff entweder von den russischen oder den syrischen Streitkräften ausgeführt worden war, und macht Moskau „auf jeden Fall“ für die Attacke verantwortlich. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums haben weder die russischen noch die syrischen Luftstreitkräfte Angriffe gegen den UN-Hilfskonvoi in Aleppo geflogen.

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    Tags:
    schuld, Hilfskonvoi, Waffenstillstand, Angriff, Dialog, Uno, Jens Stoltenberg, Sergej Lawrow, New York, Syrien, Russland