16:46 17 Februar 2020
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    Kampf gegen den IS (813)
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    Sollten kurdische Selbstverteidigungseinheiten mit dabei sein, wird Ankara nicht an der Rückeroberung der IS-Hochburg Rakka teilnehmen, wie der Pressesprecher des türkischen Staatschefs, Ibrahim Kalin, äußerte.

    „Die Verhandlungen dauern an, bislang jedoch ergebnislos. Wir folgen denselben Prinzipien wie bei den Operationen in Manbij und Dscharabulus. Eine gemeinsame Teilnahme an der Operation mit den Streitkräften der kurdischen  „Partei der Demokratischen Union“ ist ausgeschlossen“, zitiert Reuters den Sprecher.

    Im Großen und Ganzen unterstütze Ankara die Befreiung der syrischen Städte vom IS, habe jedoch eine eigene Sichtweise und Bedingungen, fügte er hinzu.

    Am 19. September hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sich bereit erklärt, den USA bei der Befreiung der IS-Hochburg Rakka zu helfen. Erdogan machte seine sensationelle Ankündigung im Flugzeug, als er auf dem Rückweg vom G20-Gipfel in Hangzhou war.

    „Rakka ist eine IS-Hochburg. Obama sagte mir, er wolle zusammen mit uns etwas in Bezug auf Rakka unternehmen. Wir sagten, unsererseits gibt es keine Probleme. Wir haben vorgeschlagen, dass sich unsere Militärs treffen und die Frage besprechen, was konkret unternommen werden soll“, sagte Erdogan den Journalisten an Bord des Flugzeugs. Er fügte hinzu, dass die Türkei kein Recht habe, einen Rückzieher zu machen, und Präsenz in der Region zeigen müsse. 

    Die türkische Armee hatte am 24. August die Operation „Euphrat-Schild“ gegen den IS gestartet und mit Unterstützung der syrischen Opposition die Grenzstadt Dscharablus im Norden Syriens eingenommen. Vertreter der syrischen Kurden betrachten die Aktivitäten der türkischen Armee als Aggression, die vor allem gegen die Kurden gerichtet sei.

    Rakka steht seit 2013 unter Kontrolle des „Islamischen Staates“. Die Terrormiliz richtete dort eigene Verwaltungsorgane ein und erklärte die Stadt zu ihrer Hochburg. Früher waren die Demokratischen Kräfte Syriens, deren Kern die kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG bilden, mit ihrer Offensive auf Rakka weit vor der Stadt gescheitert. Auch die syrischen Regierungstruppen hatten bei der Offensive auf Rakka im Juni keinen Erfolg verzeichnen können.

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    Kurden, kurdische Selbstverteidigungskräfte YPG, Ibrahim Kalin, Rakka, Syrien, Türkei