05:45 30 November 2020
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    Noch vor fünfzehn Jahren haben Russland und die USA eine Chance auf eine enge Sicherheitskooperation gehabt, die aber verspielt wurde. Nun liegen die bilateralen Beziehungen auf ihrem Tiefpunkt, schreibt die Zeitung „The Washington Post“.

    „Einige frühere russische Beamte, die ich interviewt habe, erinnerten sich daran, dass es 2001 die Hoffnung gab, dass Russland, die USA und andere Partner eine Anti-Terror-Koalition schaffen, ähnlich der Anti-Hitler-Koalition zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Wladimir Putin hatte dieses Konzept nochmal im September des vergangenen Jahres in der UNO angeboten“, so der Autor des Artikels. 

    Moskau habe Washington bei der Bekämpfung des Terrorismus geholfen. Es habe der US-geführten Koalition in Afghanistan eine materiell-technische Unterstützung erwiesen und ihr Geheimdienstinformationen geliefert. 

    Die USA haben jedoch, wie in dem Artikel festgestellt wird, wenige Monate nach dem Beginn der Kooperation mit Russland in Afghanistan den ABM-Vertrag (zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen) aufgekündigt. Washington habe auch seine Absicht bekannt gegeben, die Baltischen Länder 2004 in die Nato aufzunehmen, schreibt der Autor. 

    „Präsident George Bush wollte die Beziehungen zu Russland verbessern, doch der Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und andere in der Administration von Bush teilten diese Pläne nicht, sie hatten andere Prioritäten wie die Raketenabwehr, die Nato-Erweiterung und den Krieg im Irak“, hieß es.

    Damals habe man in Moskau verstanden, dass Washington nicht zu einer gleichberechtigten Kooperation bereit sei. 

    Die so genannte Orange Revolution in der Ukraine sei dann ein Wendepunkt in den amerikanisch-russischen Beziehungen geworden. Russlands Präsident habe die US-Regierung für die Einmischung in die Präsidentenwahl in der Ukraine scharf kritisiert. Die USA wollten damit den von den westlichen Ländern bevorzugten Präsidentschaftskandidaten Viktor Juschtschenko unterstützen und den Einfluss Moskaus schwächen, so die Zeitung. Ein anderer Schlag sei der Einmarsch der Nato in Libyen 2011 und die Ermordung von Muammar al-Gaddafi gewesen. Putin habe damals diese Handlungen der Allianz als eine „grobe Verletzung“ des internationalen Rechts verurteilt. 

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in der Ukraine und der Differenzen zu Syrien könnten die Beziehungen zwischen Moskau und Washington derzeit als „angespannt“ bezeichnet werden. Die amerikanischen Ex-Beamten, mit denen der Autor des Artikels gesprochen hat, seien eigenen Worten zufolge besorgt über die derzeitigen Beziehungen zwischen den USA und Russland, das sei jedoch kein „neuer Kalter Krieg“, meinten sie. 

     

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    Tags:
    verspielt, Verbesserung, Chance, Hilfe, Beziehungen, Krieg, Orange Revolution, The Washington Post, Viktor Juschtschenko, Muammar al-Gaddafi, George Bush, Wladimir Putin, Libyen, Irak, Afghanistan, USA, Russland, Ukraine