22:19 20 November 2018
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    A refugee holds a picture of German Chancellor Angela Merkel after the arrival of refugees at the main train station in Munich, southern Germany, September 05, 2015

    Merkel in Wien: Deutschland kann monatlich Hunderte Migranten aus Südeuropa annehmen

    © AFP 2018 / Christof Stache
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    Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel beabsichtigt Deutschland im Rahmen des Umverteilungsprogramms monatlich 500 Flüchtlinge aus Italien und Griechenland zu übernehmen. Diese Absicht verkündete die Kanzlerin beim Flüchtlingsgipfel in Wien.

    Deutschland nehme am Relocation-Mechanismus teil und habe bereits Italien informiert, dass „wir uns mit mehreren Hundert pro Monat an dieser legalen Umsiedlung beteiligen“, zitiert der Pressdienst der Bundesregierung auf der offiziellen Homepage der Behörde Merkel. Solch ein ähnliches Angebot sei auch Griechenland unterbreitet worden. Dabei merkte die Bundeskanzlerin an, dass angesichts der vielen Flüchtlinge, die schon in Deutschland seien, „natürlich alle Mitgliedstaaten am Zuge sind, nicht nur die, die entlang der Balkanroute liegen“.

    „Aber auch wir haben unsere Pflicht, natürlich unseren Anteil an den 160.000, die wir vereinbart haben, zu übernehmen“, so Merkel.

    Außerdem sagte die Bundeskanzlerin, es sei nicht zu erwarten, dass Ungarn an der Relocation teilnehme. Aber es sei gut, dass inzwischen bereits sehr viele Mitgliedsstaaten Flüchtlinge aufgenommen hätten, „wenn auch zum Teil kleine Zahlen“.

    Es gebe bereits etwa 4000 Menschen, die vom Festland, von Griechenland, in die Europäische Union verteilt worden seien. Laut dem griechischen Ministerpräsidenten gibt es noch deutlich mehr als 5000 weitere Flüchtlinge, die nach diesem Mechanismus verteilt werden können. „Deshalb muss dieser Mechanismus beschleunigt werden“, so Merkel weiter. Wenn die Zehntausende Flüchtlinge, die sich zurzeit in Griechenland befänden, den Eindruck hätten, dass sie nicht legal in die europäischen Mitgliedsstaaten kommen könnten, auch wenn sie berechtigt seien, dann werde der Druck auf die bulgarisch-griechische Grenze zunehmen.

    „Wir wollen ja insgesamt Illegalität bekämpfen und Legalität stärken“, so die Bundeskanzlerin abschließend.

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    Umsiedlung, Migranten, Angela Merkel, Europäische Union, Balkan, Ungarn, Wien, Griechenland, Italien, Deutschland