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    Ein Mann läuft durch die Trümmer von al-Qaterji nahe der nordsyrischen Stadt Aleppo. 25. September 2016

    Außenpolitiker: Syriens Problem liegt nicht an Assad, schon gar nicht an Russland

    © REUTERS/ Abdalrhman Ismail
    Politik
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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    In Syrien ist Frieden möglich, wenn sich alle und nicht nur Russland um dessen Wiederherstellung bemühen, meint Konstantin Kossatschow, Chef des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates (russisches Oberhaus).

    „Frieden ist in Syrien möglich, wenn sich um seine Wiederherstellung alle bemühen werden und nicht allein Russland. Die (Baschar) Assad-Regierung, der der Westen jetzt alle Sünden zuschreiben will, hat ihre Bereitschaft zur Waffenruhe sofort nach der Erzielung der russisch-amerikanischen Vereinbarungen demonstriert“, so Kossatschow.

    Ihm zufolge „wurde die Waffenruhe gerade von der Opposition gebrochen, die größtenteils aus von niemandem kontrollierbaren Gruppierungen besteht und das Bestreben des Westens, Assad zu stürzen, ausschließlich zur Fortsetzung ihrer Kampfhandlungen ausnutzt“. Das Problem bestehe allein darin, nicht aber in Assad und schon gar nicht in Russland, sagte der Parlamentarier.

     „Ich betrachte die Demarche der Vertreter der USA, Großbritanniens und Frankreichs, die den Sitzungssaal des UN-Sicherheitsrates während der Rede des Vertreters Syriens verlassen haben, als absolut inakzeptabel. So wird kein Frieden hergestellt“, betonte Kossatschow.

    Die Rückkehr Syriens zum Frieden ist laut dem UN-Botschafter Russlands, Vitali Tschurkin, eine fast unmögliche Aufgabe geworden, da im Lande hunderte bewaffnete Gruppierungen agieren und sein Territorium „von allen, denen es einfällt“ bombardiert wird. Nach der  Sitzung des UN-Sicherheitsrates am Sonntag sagte er, die Syrien-Vereinbarung Russlands und der USA sei nicht gebrochen. Sollte Washington allerdings fortfahren, seine Positionen zu ändern, werde es schwer sein, den Prozess ernsthaft voranzubringen.

     

     

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    Frieden, Uno, Konstantin Kossatschjow, Baschar al-Assad, Großbritannien, Syrien, USA, Frankreich, Russland