00:21 27 Januar 2020
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    Integration und Entwicklung der Krim-Region (294)
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    Eine Gruppe von 18 Parlamentariern aus fünf Regionen Italiens, die für die Anerkennung der russischen Hoheit über die Krim gestimmt hatten, haben vom 23. bis 26. September die Schwarzmeer-Halbinsel besucht. Sie trafen mit Vertretern örtlicher Behörden und gaben den Startschuss für einige Kooperationsprojekte.

    „Die Reise wurde auf meine Initiative organisiert“, sagte Stefano Valdegamberi, Abgeordneter des Parlaments von Veneto, in einem Interview für Sputnik Italien. „Mit unserer Visite wollen wir zeigen, dass wir die Krim-Behörden unterstützen und gegen Sanktionen und Politik der italienischen Regierung und der EU protestieren“, sagte der Parlamentarier.

    „Unsere Regionen sind gewillt, die Krise zu überwinden. Wir versuchen, die Regierung ‚von unten‘ unter Druck zu setzen, denn das Volk und Unternehmer sehen keinen Grund, die Sanktionen gegen Russland fortzusetzen… Wir verlieren Milliarden Euro durch das Embargo, während Herr Poroschenko (ukrainischer Präsident Petro Poroschenko – Anm. der Redaktion) es nicht einmal für nötig hält, die in Verona gestohlenen und in der Ukraine aufgetauchten Gemälde zurückzugeben.

    Diese Gemälde sind kulturelle Werte unserer Stadt. Und Poroschenko wurde sogar zum Ehrenbürger von Verona ernannt. Viele Einwohner sind über diese Entscheidung empört. Wir schämen uns und entschuldigen uns: Verona lehnt diesen Beschluss ab. Wir wollen den Oberbürgermeister ersuchen, Poroschenko diesen Titel abzuerkennen“, sagte Valdegamberi.

    Der Parlamentarier kritisierte ferner das Verhalten von Regierungschef Matteo Renzi, der bei Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin verspricht, die Sanktionen nicht zu verlängern, sie aber nach der Rückkehr nach Italien doch noch verlängert. „Ich hoffe darauf, dass der gesunde Verstand die Oberhand gewinnt und die Sanktionen demnächst aufgehoben werden“, sagte Valdegamberi.

     

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    Besuch, Parlamentarier, Krim, Russland, Italien