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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Die Ermittlung zu den Umständen des Absturzes der malaysischen Boeing im Raum Donezk im Jahr 2014 ist von Spekulationen, Verheimlichung und Nichtbereitstellung von Radardaten durch mehrere Staaten begleitet, wie der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow,Journalisten sagte.

    „Diese ganze Geschichte ist leider umrahmt von einer riesigen Menge an Spekulationen sowie unqualifizierten und unprofessionellen Informationen. Sie ist begleitet vom Verheimlichen und Zurückhalten ganzer Mengen an Informationen und Radardaten“, so Peskow.

    Wie er erklärte, hatte die russische Seite alle Informationen, über die sie zum Zeitpunkt jener Tragödie verfügte, zur Verfügung gestellt.

    „Aber leider mussten wir immer feststellen, dass nicht alle Länder eine solche Menge an Informationen bereitgestellt haben. Manche Länder haben zum Beispiel ihre Radardaten bis heute nicht zur Verfügung gestellt“, ergänzte er.

    „Es existieren völlig unterschiedliche Experten-Standpunkte, aber auch unumstößliche Tatsachen. Zweifellos ist es wichtig, Schlüsse zu ziehen unter Berücksichtigung der jüngsten Informationen, die unsere Militärs veröffentlicht haben: der Daten der Flugüberwachung, die alle Flugapparate und Objekte fixiert haben, die auf dem zu jenem Zeitpunkt von den Volksmilizen kontrollierten Gebiet gestartet waren oder sich im Luftraum darüber befinden konnten“, sagte Peskow ferner.

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    Das seien eindeutige Daten, und eine Rakete sei nicht fixiert worden.

    „Sollte es aber doch eine Rakete gegeben haben, so konnte sie nur aus einem anderen Territorium abgefeuert worden sein. Ich behaupte hier nicht, aus welchem – das ist Sache der Spezialisten. Und es ist keine Hypothese, sondern es sind eindeutige Daten, die auf den Daten der Flugüberwachung beruhen“, sagte Peskow und fügte hinzu: „Das ist etwas, was nicht anzufechten ist.“

    Auf einer Pressekonferenz am Montag hatte das russische Verteidigungsministerium die objektiven Daten der Flugüberwachung vorgestellt – die Daten einer Radaranlage, die in Ust-Donezk, einer südrussischen Gemeinde nahe der ukrainischen Grenze, stationiert gewesen war. Ihnen zufolge waren östlich der malaysischen Boeing kurz vor deren Absturz keinerlei Flugbewegungen außer zwei weiteren Passagiermaschinen festgestellt worden. Wie der General der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte, Andrej Koban, sagte, hat die Ukraine aufschlussreiche Informationen über den Absturz der malaysischen Boeing, hält diese jedoch zurück.

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    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit 298 Menschen an Bord war am 17. Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur etwa um 15.20 Uhr MESZ im Luftraum über der Ukraine von den Radaren verschwunden. Nach Angaben russischer Fluglotsen befand sich die Boeing in diesem Augenblick etwa zehn Flugminuten von der russischen Grenze entfernt. Den Absturz überlebte niemand.

    Schon vor Beginn der Ermittlungen hatten viele Kiewer und westliche Politiker die ostukrainischen Volksmilizen für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich gemacht und Russland eine Verwicklung vorgeworfen.

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    MH17, Malaysia Airlines, Andrej Koban, Dmitri Peskow, Russland, Ukraine