07:14 16 Juli 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
    456
    Abonnieren

    Die USA sind nach wie vor an der Einrichtung eines gemeinsamen Zentrums für die Umsetzung der Vereinbarungen in Syrien interessiert, wie der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, mitteilte. Bislang gebe es jedoch keine Bedingungen dafür.

    „Ich glaube, sie (Russland – Anm. d. Red.) wollen das. Wir wollen das auch, da wir der Meinung sind, dass dies uns helfen wird, gegen solche Gruppierungen wie Al-Nusra zu kämpfen“, sagte Kirby auf einer Briefing.

    Dem Sprecher zufolge sehen die USA jedoch noch keine Schritte Russlands zur Umsetzung der Vereinbarungen, die am 9. September in Genf erzielt worden waren.

    Am 9. September hatten die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und John Kerry, nach 14-stündigen Verhandlungen ein Paket aus fünf Dokumenten zwecks Einstellung der Kampfhandlungen und der Wiederaufnahme des politischen Prozesses in Syrien vereinbart. Unter anderem sollten dabei die Terroristen von den so genannten „gemäßigten“ Oppositionellen abgegrenzt werden. Zudem wurde die Versorgung Aleppos und anderer Städte mit humanitären Hilfsgütern vereinbart. Nachdem die Waffenruhe geplatzt ist, wurden diese Pläne jedoch nicht realisiert.

    Themen:
    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)

    Zum Thema:

    Syrien-Konflikt: USA erwägen nicht-diplomatische Schritte
    Die USA haben die Waffenruhe in Syrien boykottiert - Experte
    USA drohen Dialog mit Russland in Syrien zu beenden
    Linke-Abgeordneter: „Friede in Syrien nur in Gesprächen der Großmächte erreichbar“
    Tags:
    Umsetzung, Vereinbarungen, John Kirby, Syrien, Russland, USA