19:16 05 Dezember 2019
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    Ein Soldat versteckt eine Waffe hinter seinem Rücken Symbolbild

    Washingtons Plan B zu Syrien: Welche Rolle spielt die CIA?

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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Das Weiße Haus erwägt zusätzliche Waffenlieferungen an die syrische, sogenannte gemäßigte Opposition, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Die neuen Waffen sollen die Offensive der Regierungstruppen auf Aleppo stoppen.

    Die CIA und ihre Partner im Nahen Osten würden im Plan B der US-Regierung für Syrien eine Schlüsselrolle spielen, schreibt das Blatt. Derzeit prüfe die Obama-Regierung, ob es dem US-Nachrichtendienst samt den aufständischen Milizen in der Region erlaubt sei, die Artilleriestellungen syrischer Regierungstruppen unter Beschuss zu nehmen.

    Das Weiße Haus lehne die Lieferung tragbarer Flugabwehrraketen an die syrische Opposition zwar kategorisch ab. Die Vertreter der US-Regierung erklären jedoch, dass derzeit die Lieferung von „weniger mobilen Systemen“ diskutiert werde. Bei diesen Flugabwehrsystemen bestehe ein geringeres Risiko, dass sie in die Hände von Terrormilizen gelangen.

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    Zudem prüfe Washington, so WSJ, die Lieferung von Präzisionswaffen über seine regionalen Partner Saudi-Arabien und die Türkei. Einige Regierungsbeamte seien jedoch der Ansicht, dass es dafür zu spät sei und „die Obama-Regierung über einen direkten Einsatz des US-Militärs gegen die Truppen Assads nachdenken“ solle, schreibt das Journal. Dieser Vorschlag habe allerdings zahlreiche Gegner im Weißen Haus, die eine Verschärfung der Konfrontation mit Russland fürchteten.

    Die Militärberater des US-Präsidenten wie auch CIA-Vertreter würden Barack Obama seit Februar dieses Jahres dazu aufrufen, einen alternativen Hilfsplan für die syrische Opposition auszuarbeiten, heißt es im Artikel. Seit 2013 laufe ein verdecktes Programm für Waffenlieferungen an die syrischen Aufständischen. Die größten Befürworter eines „militärischen Szenarios“ sind laut WSJ der CIA-Chef John Brennan und der US-Verteidigungsminister Ashton Carter.

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    US-Außenminister John Kerry habe gestern seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in einem Telefongespräch darüber informiert, dass Washington bereit sei, die bilateralen Syrien-Gespräche, auch über die Einrichtung eines gemeinsamen Zentrums für die Umsetzung der Waffenruhe, abzubrechen, „falls Russland keine unverzüglichen Schritte bei der Beendigung der Aleppo-Offensive und der Wiederaufnahme der Feuerpause unternimmt“, teilte das US-Außenministerium mit. 

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    Waffenruhe, Terroristen, Waffenlieferungen, CIA, John Kerry, Ashton Carter, John Brennan, Barack Obama, Baschar al-Assad, Saudi-Arabien, Russland, Syrien, USA