22:43 19 November 2017
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    Cockpit der in der Ukraine abgestürzten Passagiermaschine MH17

    Boeing MH17: Fakten sprechen für und nicht gegen Russland

    © AFP 2017/ Emmanuel Dunand
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (223)
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    Die deutsche Schriftstellerin Brigitte Queck,Autorin des Buches „Die Ukraine im Fokus der NATO. Russland, das eigentliche Ziel“, hat die Ergebnisse der internationalen Untersuchungskommission zum Absturz der malaysischen Boeing MH17 über der Ostukraine 2014 in einem Gespräch mit Sputnik hart bewertet: Sie haben zum Ziel, Russland zu diskreditieren.

    „Man will Russland erneut diskreditieren vor der ganzen Welt und sucht förmlich einen Grund, Russland an den Pranger zu stellen, obwohl alle Beweise, auch von einem Flugzeugspezialisten Haisenko, natürlich auch von russischen Spezialisten selbst, die erbracht wurden, bekräftigten, dass das nicht so ist“, betonte die Schriftstellerin.

    „So wurde z.B. das Flugzeugstück, das in der Ukraine gefunden wurde, gar nicht der Presse präsentiert. Man hat es heimlich beiseite geschafft. Russland hat ja auch ebenso einen Spezialisten, der nach dem Abschuss in der Ukraine ein Gespräch von Leuten gehört hat, die ganz eindeutig diesen Fakt (bestätigen), dass es andere Leute waren, die das Flugzeug abgeschossen haben. Diesen Spezialisten hat man (in der Kommission) ebenfalls überhaupt nicht berücksichtigt. Aus diesem Grunde meine ich, dass Russland nicht betrübt sein muss, dass solche Spezialisten (in Anführungsstrichen) herangezogen werden, die das Gegenteil behaupten“.

    „Diejenigen, die also genau die Fakten aneinander zu reihen wissen, können gar nicht zu einem anderen Ergebnis als dem kommen, was russische Spezialisten und auch Zeitzeugen dort niedergelegt haben“, fügte Brigitte Queck hinzu. „Es gibt Radarangaben, auch die USA haben diese Angaben, aber ihre Angabe haben sie ebenso nicht veröffentlicht, denn dann sollte es ja ein anderes Bild ergeben. Die Fakten sprechen für Russland und nicht gegen Russland“, schlussfolgert die deutsche Menschenrechtlerin.

    Experten der internationalen Gruppe JIT (Joint Investigation Team), die den Absturz der malaysischen Boeing MH17 über der Ostukraine 2014 untersuchen, behaupten in ihrem Bericht, dass die Rakete, die die malaysische Boeing zerstört hat, vom Territorium gestartet war, das damals von der Volkswehr der selbsternannten Republik Donezk kontrolliert wurde. Den Ermittlern zufolge wurde die Buk-Anlage zuerst aus Russland in die Ostukraine transportiert und nach dem Raketenstart nach Russland zurückgebracht.

    Russische Experten, die das Problem sorgfältig untersucht haben, behaupten das Gegenteil. Die Rakete sei von dem Territorium abgefeuert worden, das damals von der ukrainischen Armee kontrolliert wurde. Es gibt viele Beweise dafür, aber technische Momente hat die internationale Kommission ignoriert.

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    Tags:
    MH17, JIT, Peter Haisenko, USA, Russland, Ukraine
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