15:50 19 November 2019
SNA Radio
    Situation in Syrien

    Iran unterstützt Russland weiter im Anti-Terror-Kampf – Berater von Irans Außenamt

    © Sputnik / Michael Alaeddin
    Politik
    Zum Kurzlink
    1755
    Abonnieren

    Russlands Militäroperation der Luftstreitkräfte in Syrien hat sich als erfolgreich, effektiv und resultativ erwiesen, wie der Berater des iranischen Außenministers und frühere Botschafter (1998-2003) des Irans in Syrien, Hossein Sheikholeslam, in einem Exklusiv-Interview mit der Agentur Sputnik sagte.

    Wie er betonte, sind der Iran, Russland und die syrischen Behörden für einen Waffenstillstand, eine Einstellung des Beschusses, des Mordens und Blutvergießens eingetreten. „Ich erkühne mich, zu sagen, dass die Initiative zur Waffenruhe gerade von unserem Bündnis ausgegangen ist“, so Sheikholeslam.

    Er verwies auf die Erklärung des russischen Außenministers Sergej Lawrow, dass man nicht auf eine Entscheidung der westlichen Koalition warten sollte, sondern entschlossen handeln und die syrischen Behörden überzeugen müsse, einer Waffenruhe zuzustimmen. Aber leider würden die Terroristen keine Waffenruhe wünschen und sich dagegen stemmen, bedauerte er. „Ihnen liegt daran, die Widerstandsfront, das syrische Volk und jene Kräfte zu schwächen, die Syrien in diesem Kampf helfen, insbesondere die Nachbarländer. Deshalb wurden alle Versuche, eine Waffenruhe zu erwirken, gebrochen und die unlängst verkündete Feuerpause verletzt.“

    Frauen aus dem  Ashura-Bataillon der Iranischen Revolutionsgarden
    © AFP 2019 / CHAVOSH HOMAVANDI / Jamejamonline / AFP
    In Bezug auf den russischen Syrien-Einsatz sagte Sheikholeslam, dieser sei ein Wendepunkt geworden und habe eine Wende im Kräfteverhältnis an der Frontlinie herbeigeführt. „Wir wissen alle, dass die Militärtechnik der syrischen Luftwaffe veraltet war und es nicht erlaubt hätte, solche umfangreichen und präzisen Schläge zu führen. Die russische Luftwaffe erwies Luftunterstützung, sie säuberte den syrischen Regierungstruppen am Boden und an der Front des syrischen Volkswiderstandes in diesem Kampf den Weg.“

    Er betonte ferner, dass die Operation der russischen Kampffliegerkräfte zweifellos erfolgreich gewesen sei. Besonders unter den Bedingungen, dass die Amerikaner die Terroristen unterstützt und aus Furcht, ihren Luftkorridor zu verlieren, auf der Schaffung einer Pufferzone bestanden hätten. Es sei klar, sagte er, dass die Initiative der USA zur Schaffung von Flugverbotszonen gegen die Luftwaffe Russlands und Syriens gerichtet sei, nicht aber gegen die Flugzeuge der von ihnen geführten Koalition.

    „Gerade die Flüge der russischen Kampffliegerkräfte haben Früchte im Anti-Terror-Kampf gebracht. Ja, für Russland war es nicht einfach, eine solche Mission zu realisieren. Es darf nicht Halt machen. Die Mission muss fortgesetzt werden, denn der Kampf gegen den Terrorismus ist eine globale Priorität, trotz aller Schwierigkeiten dieser Operation“, sagte der Berater des iranischen Außenministeriums.

    Ehe die Terroristen in Russland eindringen können, müssten sie dort neutralisiert werden, wo sie jetzt seien – in Syrien. Deshalb werde der Iran beliebige Versuche Russlands in dieser Richtung unterstützen, betonte Sheikholeslam.

    „Der Iran hat von Anfang an die Teilnahme der russischen  Luftwaffe an der Anti-Terror-Operation in Syrien befürwortet und begrüßt. Wir haben unsere technischen Möglichkeiten zur Realisierung der Flüge der Luftwaffe Russlands angeboten. Ebenso haben wir die Initiative der Einrichtung einer ständigen russischen Basis in Hmeimim begrüßt.“

    Weder Zypern noch Griechenland oder ein anderes Nato-Mitgliedsland hätten sich entschlossen, ihre Militärflugplätze für die Durchführung der russischen Anti-Terror-Operation zur Verfügung zu stellen, aber der Iran habe es getan (den Flugplatz Hamadan – Anm. d. Red.). „Denn wir haben ein gemeinsames Ziel – den Kampf gegen den Terrorismus. Deshalb werden wir unter beliebigen Umständen und Bedingungen Russland Hilfe und Unterstützung erweisen“, betonte Sheikholeslam abschließend im Interview mit Sputnik.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    USA drohen Russland „Konsequenzen“ bei Scheitern von Friedensplan in Syrien an
    Putin-Sprecher: Wirtschaftliche Probleme kein Hindernis für Syrien-Einsatz
    Washingtons Plan B zu Syrien: Welche Rolle spielt die CIA?
    Kreml-Sprecher: Russische Luftangriffe auf Zivilisten in Syrien „unmöglich“
    Tags:
    Antiterrorkrieg, Terrormiliz Daesh, Iran, Syrien, Russland