19:01 21 November 2018
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    Zerstörungen in Aleppo

    Hunderte Tote bei erbitterten Kämpfen in Ost-Aleppo

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    Situation in Syrien (2016) (852)
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    Seit der Ankündigung einer Offensive durch das syrische Verteidigungsministerium am 22. September sind in Aleppo rund 320 Zivilisten getötet und 765 verletzt worden, wie der stellvertretende UN-Generalsekretär Stephen O’Brien am Donnerstag im UN-Sicherheitsrat sagte.

    Ihm zufolge hat es im östlichen Teil der Stadt besonders erbitterte Kämpfe gegeben.

    O’Brien bezeichnete die gegenwärtige Situation in Aleppo als „die schwerste humanitäre Katastrophe, die es in Syrien je gegeben hat“. Laut dem UN-Vizechef sind die Einwohner von Aleppo militärisch umzingelt. Sie hätten keinen humanitären Zugang und keine Bewegungsfreiheit, so O‘Brien. Nach seinen Angaben halten sich jetzt bis zu 275.000 Menschen in der Stadt auf.

    Das Internationale Rote Kreuz (IKRK) teilte am selben Tag auf Twitter mit, dass in Ost-Aleppo in den vergangenen Tagen Hunderte Menschen getötet wurden. Dort gebe es nur noch 14 hochqualifizierte Ärzte, die zudem völlig erschöpft seien. Ein weiterer Mediziner sei in dieser Woche getötet worden, hieß es. „Nach dem gestrigen Angriff funktionieren nur noch sechs der insgesamt 21 Krankenhäuser“, so das IKRK.

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    Tote, Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Stephen O'Brien, Aleppo, Syrien