21:43 11 Dezember 2018
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    Russische Kampfjets auf dem Stützpunkt im syrischen Hmeimim

    Russland hat in Syrien die Nato-Mächte schockiert - Experte

    © Foto : Russian Defence Ministry
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    Russland vs. Islamischer Staat (889)
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    Klaus Hartmann, Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, hat die Operation der russischen Luftstreitkräfte in Syrien, die vor einem Jahr begonnen wurde, in einem Sputnik-Interview bewertet.

    Diese Operation sei durch die UNO-Charta gedeckt, während es sich bei der Aktivität der westlichen Koalition mit den USA an der Spitze um völkerrechtswidrige Angriffe handele, so Hartmann.

    „Dieser qualitative Unterschied soll unbedingt aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verdrängt werden. Deshalb ist das Geschrei groß, das wir im UN-Sicherheitsrat in den letzten Tagen erlebt haben“, unterstrich der Experte.

    Den Beginn der russischen Luftoperation vor einem Jahr nannte Hartmann einen absoluten Schock für die Nato-Mächte. „Nämlich in diesem Moment mussten sie erkennen, dass sie nicht mehr in der Region tun und lassen können, was sie wollen, dass sie nicht weiterhin ungestraft und ungestört Staaten platt machen können, wie sie das zuvor mit Afghanistan, dem Irak, mit Libyen und früher mit Jugoslawien gemacht haben. Russland hat sich ins Spiel gebracht und dem ein Stoppschild entgegengesetzt“.

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    Den Worten des Experten zufolge sind die USA und ihre Militärkoalition dafür verantwortlich, dass die Waffenruhe in Syrien gebrochen wurde. Sie wollen, dass ihre Verbündeten, die Kämpfer gegen die syrische Regierung, am Boden in Syrien geschont würden und militärische Vorteile erzielen, damit die Souveränität des Landes weiterhin verletzt werde, so Hartmann.

    Syrische Frau in Idlib (Archivfoto, 2012)
    © AP Photo / Rodrigo Abd, File
    Er erinnerte daran, dass der zentrale Vorwurf gegen Russland und die syrische Regierung der Angriff auf einen Hilfskonvoi sei, betonte aber, dass „wir außer der Beschuldigung keinerlei Beweise vorgelegt bekommen haben“. Hartmann schließt nicht aus, dass die von den USA gestützten s.g. Rebellen, oder die USA und ihre Militärkoalition in Syrien selber, diejenige sind, auf deren Gewissen diese Verantwortung lastet.

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    Die Beschuldigung Russlands, die Waffenruhe in Syrien verletzt zu haben, sei laut Hartmann eine normale Propaganda. „Die USA haben selbst einen wesentlichen Anteil an diesem Bruch, indem sie nämlich während des laufenden Waffenstillstandes einen Bombenangriff auf Einheiten der syrischen Armee geflogen haben. Angeblich war es ein Versehen, andere Informationen sprechen davon, dass es eine Provokation gewesen sei, die in Abstimmung mit den von den USA unterstützen Rebellen geschehen sei.“

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    Tags:
    NATO, Klaus Hartmann, Syrien, Russland, USA