19:06 06 August 2020
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    Nachdem der philippinische Präsident Rodrigo Duterte den Holocaust als Vorbild für seine Anti-Drogen-Kampagne genannt hat, bittet das Auswärtige Amt die Botschafterin der Philippinen zum Gespräch.

    Dies teilte die Behörde in ihrem Twitter-Account mit.

    ​Zuvor hatte der philippinische Staatschef sich mit Adolf Hitler verglichen:

    „Hitler hat drei Millionen Juden massakriert (…) hier sind drei Millionen Drogenabhängige. (…) Ich würde sie gerne umbringen“, sagte Duterte am Freitag in der südphilippinischen Stadt Davao. Später ruderte er jedoch zurück und sagte, Hitler habe unschuldige Menschen ermorden lassen. Sein Kampf richte sich hingegen gegen Leute, die „alle Verbrecher“ seien. Sie loszuwerden würde „das (Drogen- — Anm. d. Red.) Problem in meinem Land beenden“.

    Die philippinische Regierung schätzte die Zahl der Drogenabhängigen im Land auf drei Millionen ein. Dem Holocaust fielen Historikern zufolge zwischen 5,6 und 6,3 Millionen Juden zum Opfer.

    ​Duterte ist als Hardliner bekannt. Kurz nach seinem Amtsantritt Ende Juni hatte der neue Staatschef die Bevölkerung dazu aufgerufen, Drogenabhängige eigenhändig umzubringen. Nun beschrieb er den Vorgang: Er wolle der Drogenkriminalität Verdächtige ertränken und mit ihnen die Fische in der Bucht von Manila mästen. Drogendealern drohte er den Tod durch den Strang an, weil er keinen Strom verschwenden wolle.

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    Tags:
    Drogenhandel, Juden, Das Auswärtige Amt Deutschlands, Adolf Hitler, Rodrigo Duterte, Philippinen