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    Ein Graffiti mit demTeufel (Symbolbild)

    Moskau: Washington bereit zu „Pakt mit dem Teufel“ – allein zum Sturz Assads

    CC BY-SA 2.0 / gafina / usa_devil
    Politik
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    Das russische Außenministerium kritisiert die USA für deren Zusammenarbeit mit Terroristen der Gruppierung Dschabhat al-Nusra. Wie es in einer amtlichen Erklärung der Behörde heißt, wolle Washington so das politische Regime in Syrien ändern.

    „Bei uns festigt sich der Eindruck, dass Washington im Bestreben, einen von ihm ersehnten Machtwechsel in Damaskus durchzusetzen, zu einem ‚Pakt mit dem Teufel‘ – zu einem Bündnis mit erklärten Terroristen bereit ist, die davon träumen, die Geschichte zurückzudrehen und mit Gewalt ihre unmenschlichen Normen aufzuzwingen“, heißt es aus Moskau.

    Das russische Außenamt erklärte weiter, „die heutige Entscheidung Washingtons ist eine Widerspiegelung der Tatsache, dass die Administration Barack Obamas nicht dazu imstande ist, die Hauptbedingung zur Fortsetzung unserer Zusammenarbeit im Interesse der Überwindung des Syrien-Konflikts zu erfüllen. Oder dass sie überhaupt gar keine solche Absicht hegte“.
     
    Die USA seien entgegen den russisch-amerikanischen Vereinbarungen vom 9. September gegen einen Rückzug der Regierungstruppen und der Kämpfer von der Castello-Straße eingetreten, obwohl es ein solcher Schritt erlaubt hätte, humanitäre Hilfsgüter in den östlichen Teil von Aleppo zu bringen. Während Damaskus vor drei Wochen auf Moskaus Vorschlag hin damit begonnen habe, seine Regierungstruppen zurückzuziehen, habe Washington auf die von ihm kontrollierten Trupps der Opposition keinen Einfluss ausüben können oder dies gar nicht gewollt.
     
    „Wir appellieren an die USA, noch einmal die Situation und das Licht einzuschätzen, in welchem ihr Vorgehen vor aller Welt erscheinen“, so das Außenamt. „Der Einsatz ist sehr hoch. Sollte Syrien im Ergebnis der amerikanischen Entscheidungen zum Objekt neuer Schläge der Terroristen werden, wird das dem Weißen Haus angelastet werden. Washington muss eine Wahl treffen, man muss dort nüchtern abwägen, welche Zukunft man für das syrische Volk will.“
     
    Der Erklärung des russischen Außenministeriums war der Verzicht der USA auf die Zusammenarbeit mit Russland in der Syrien-Frage vorausgegangen. Man erklärte sich dies in Moskau damit, dass Washington nicht in der Lage sei, der Forderung nach Abgrenzung der terroristischen Gruppierungen von den Truppen der sogenannten moderaten Opposition nachzukommen. „Es ist sogar umgekehrt – es (Washington – Anm. d. Red.) deckt sie mit dem Schutzschild der mit ihr verschmolzenen oppositionellen Gruppierungen, die formell ihre Teilnahme am Regime der Einstellung der Kampfhandlungen bestätigt haben“, hieß es hierzu weiter.

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    Tags:
    Terroristen, Machtwechsel, Al-Nusra-Front, Baschar al-Assad, Syrien, USA, Russland