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    Julian Assange

    Er meidet besser das Freie: Assange im Fadenkreuz der US-Drohnen

    © AP Photo / Kirsty Wigglesworth
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    Hillary Clinton hat in ihrer Amtszeit als US-Außenministerin einen Drohnenangriff auf den Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks beabsichtigt, wie das Nachrichtenportal „True Pundit“ berichtet.

    Julian Assange hatte angekündigt, zum zehnjährigen Jubiläum der Enthüllungsplattform eine Erklärung zu verlesen – vom Balkon seiner provisorischen Unterkunft, der ecuadorianischen Botschaft in London. Nun blieb der australische Journalist vorsichtshalber drin und verlas das Dokument am vergangenen Dienstag in einer Videobotschaft.

    Grund dafür war dem Portal zufolge ein Bericht des Nachrichtenportals, wonach die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton einen Drohnenanschlag auf Assange in Erwägung gezogen habe. Mit dem Angriff wollte die heutige Präsidentschaftskandidatin der Demokraten die Veröffentlichung von 250.000 Geheimdokumenten auf der Enthüllungsplattform verhindern. 

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    Julian Assange hatte damals angekündigt, Geheimunterlagen zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak zu veröffentlichen. Das Weiße Haus habe auf eine rasche Lösung dieses Problem gedrungen, und das US-Außenamt diskutierte mögliche Lösungswege.

    „Könnten wir den Kerl nicht einfach mit einer Drohne angreifen?“, soll Hillary Clinton bei einer Sitzung im US-Außenministerium am 23. November 2010 in die Runde gefragt haben. Ihre Kollegen hätten gelacht, Hillary jedoch habe signalisiert, es mit dem Vorschlag ernst zu meinen, schreibt „True Pundit“. Assange sei ein „soft target“, ein leichtes Ziel, so Clintons Argument.

    Außer dem ungewöhnlichen Vorschlag der damaligen Ministerin sei auch die Möglichkeit einer Belohnung für Hinweise diskutiert worden, die zur Ergreifung des australischen Aktivisten und seiner Auslieferung in die Vereinigten Staaten führen könnten. Zehn Millionen US-Dollar seien im Gespräch gewesen, so das Nachrichtenportal.

    Im Anschluss an die Besprechung habe Clintons Assistentin Anne-Marie Slaughter eine Rundmail an die Außenministerin und ihre Mitarbeiter verschickt: „Über mögliche legale und illegale Strategien zu WikiLeaks“ soll es in der Betreff-Zeile geheißen haben. Die angehängte Datei sei jedoch nicht gehackt worden – weder von WikiLeaks noch von US-Ermittlern, die Clintons Fall von vorschriftswidriger Nutzung des privaten Servers für dienstlichen E-Mail-Verkehr untersuchten.

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    WikiLeaks, Hillary Clinton, Julian Assange, USA