04:31 03 April 2020
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    Die Ukraine hat 15 Jahre nach dem Abschuss des russischen Passagierflugzeugs Tu-154 über dem Schwarzen Meer bislang keine Entschädigung an Russland gezahlt, wie der russische Militäroberstaatsanwalt, Sergej Fridinskij, am Dienstag sagte.

    Im Jahre 2001 wurde ein Charterflug der russischen Fluggesellschaft Sibir von Tel Aviv nach Novosibirsk von einer Boden-Luft-Rakete der ukrainischen Marine abgeschossen. Alle 78 Menschen an Bord kamen ums Leben.
    Russland habe nach dem Abschluss aller notwendigen Ermittlungen den Fall an die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft übergeben, betonte Fridinski.

    „Doch dort ist die Ermittlung konsequent zerfallen, und ist bis heute nicht abgeschlossen. Die Schuldigen sind nicht zur Verantwortung gezogen worden und kein Schmerzensgeld wurde an die Betroffenen gezahlt“, so Fridinskij. Man habe von der Ukraine in einem so eindeutigen Fall einen solchen Zynismus nicht erwartet.

    Das russische Zwischenstaatliche Luftfahrtkomitee hatte nach der Untersuchung der Flugzeugtrümmer festgestellt, dass die russische Maschine in einer Höhe von 11.000 Metern von einer S-200-Rakete der ukrainischen Luftabwehrkräfte abgeschossen wurde.  Die ukrainische Marine hielt gerade ein Luftverteidigungsmanöver im Schwarzen Meer ab. Die abgeschossene Rakete verfehlte eine Drohne und steuerte auf das Passagierflugzeug zu.   Die Explosion 15 Meter oberhalb des Flugzeuges riss unzählige Löcher  in den Rumpf und die Tragflächen der Maschine, wonach diese ins Meer stürzte.

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    Tags:
    Entschädigung, Abschuss, Ermittlung, Tu-154, Schwarzes Meer, Kiew, Russland, Ukraine