05:34 21 November 2017
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    Kämpfer der Al-Nusra-Front

    Angriff auf Botschaft in Syrien: Moskau sieht Zusammenhang mit US-Drohung

    © AP Photo/ Edlib News Network ENN
    Politik
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    Drei Tage nach dem Rebellen-Angriff auf die russische Botschaft in Syrien will Moskau einen Zusammenhang zwischen der Attacke und den Drohungen aus Washington entdeckt haben.

    Die russische Botschaft in Damaskus war am 3. Oktober mit Granaten beschossen worden. Verletzt wurde niemand, am Gebäude entstanden jedoch Schäden. Die Granaten wurden aus Dschubar, einem Vorort von Damaskus abgefeuert, der unter Kontrolle der  Terrororganisationen al-Nusra-Front (jetzt Dschabhat Fatah asch-Scham) und Failak ar-Rahman steht.

    „Wir sehen eine Verbindung zwischen diesem Anschlag und den verschleierten Drohungen gegen uns, die es kurz davor aus Washington gegeben hatte“, sagte Maria Sacharowa, Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, am Donnerstag.

    Zwei Tage vor dem Angriff auf die Botschaft hatte der US-Außenamtssprecher John Kirby gedroht, dass, wenn der Bürgerkrieg in Syrien andauere, die Terroristen „russische Interessen und vielleicht sogar russische Städte angreifen“ würden und Russland „seine Soldaten in Leichensäcken nach Hause schicken sowie Ressourcen, vielleicht auch weitere Flugzeuge verlieren“ würde.

    Russland wertete diese Äußerungen als direkten Appell an die Terroristen. Kritiker werfen den USA vor, die Nusra-Front zu unterstützen. Ein Nusra-Sprecher hat in einem Medieninterview zugegeben, dass die Terrorgruppe direkt aus den USA Waffen erhalte. Zudem ließ die US-Delegation im UN-Sicherheitsrat eine von Russland unterbreitete Erklärung, mit der der Angriff auf die Botschaft verurteilen sollte, scheitern.

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