16:15 21 September 2017
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    S-300 und S-400: Russland verspricht US-Piloten in Syrien „Überraschungen“

    © Sputnik/ Ramil Sitdikov
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    Nach den Drohungen aus den USA hat Russland „Maßnahmen“ getroffen, um seine Truppen in Syrien vor Angriffen der US-Koalition zu schützen. Das russische Militär warnt auch ausdrücklich vor neuen Attacken auf die Armee von Präsident Assad: Die russischen S-300- und S-400-Raketen würden US-Tarnkappenflieger unangenehm „überraschen“.

    Die US-geführte Koalition hatte am 17. September im Raum Deir ez-Zor die syrischen Regierungstruppen angeblich aus Versehen bombardiert und mehr als 60 Soldaten getötet. In dieser Woche berichtete die Zeitung The Washington Post, dass die USA neue Angriffe auf die syrische Regierungsarmee  erwägen würden. US-Außenamtssprecher John Kirby sprach auch Drohungen gegen Russland aus.

    Daraufhin verlegte Russland am Dienstag eine Batterie der Flugabwehr-Raketensysteme S-300 nach Syrien, um seine Marinebasis in Tartus zu schützen. Auf dem russischen Luftstützpunkt  Hmeimim in Latakia ist bereits seit einem Jahr ein Langstrecken-Fla-Raketensystem S-400 in Stellung.

    Ich möchte die amerikanischen Strategen daran erinnern, dass die russischen Militärbasen in Hmeimim und Tartus durch die Fla-Raketensysteme S-400 und S-300 geschützt sind. Deren Wirkungsradius wird für nicht ‚identifizierte Flugobjekte‘ eine Überraschung sein“, sagte Generalmajor Igor Konaschenkow, Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, am Donnerstag.

    Er warnte, die russischen Soldaten würden im Notfall kaum Zeit haben, um die Zugehörigkeit und genaue Flugbahn von Flugzeugen und Raketen zu klären. „Die Illusionen der Laien hinsichtlich der unsichtbaren Flugzeuge würden an der enttäuschenden Realität zerplatzen.“

    Konaschenkow betonte, dass auch Luft- und Raketenangriffe auf jene Gebiete, die von der syrischen Regierung kontrolliert werden, die russischen Offiziere gefährden würden, die in diversen Ortschaften den Transport von Hilfsgütern koordinieren und zwischen Armee und Milizen vermitteln.

    Ich verweise die Hitzköpfe darauf, dass wir nach dem Angriff der Koalition auf die syrischen Truppen  in Deir ez-Zor alle notwendigen Maßnahmen getroffen haben, um solche Fehler gegen die russischen Soldaten und Militärobjekte in Syrien unmöglich zu machen“, sagte Konaschenkow.

    Der General schloss nicht aus, dass den Medienlecks über die Planung neuer Angriffe auf die syrische Armee tatsächliche Angriffe folgen würden. „Ich empfehle den Kollegen in Washington, alle Konsequenzen durchzukalkulieren.“

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    Tags:
    Syrien, Russland
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