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    Donald Trump

    17 Jahre "Frauen-Hetze": Medien sammeln vulgäre Trump-Zitate

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    Nach der Veröffentlichung eines Skandal-Videos des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump von 2005 hat der US-amerikanische TV-Sender CNN nun 18 Auszüge aus früheren Interviews des Milliardärs publik gemacht, bei denen er nach Einschätzung der CNN-Redaktion „grob und erwürdigend“ von Frauen spricht.

    Dabei ging es unter anderem um den Körperbau von Trumps Tochter  Ivanka, die sexuellen Beziehungen mit seiner Ehefrau sowie eine „Alters-Verfallsgrenze“ von Frauen. Der Skandal um den Republikaner war am Samstag von der Zeitung The Washington Post ausgelöst worden, die vor zehn Jahren aufgenommene Videos veröffentlichte, in denen Trump von einem Versuch erzählte, eine verheiratete Frau zu verführen.

    Trump soll darin gesagt haben, er dürfte Frauen belästigen, weil er doch ein „Star“ sei. „Ich küsse sie einfach. Ich warte nicht einmal. Wenn Du ein Star bist, erlauben sie (Frauen- Anm. d. R.) das. Und Sie können alles tun“, so Trump.

    Nach der Veröffentlichung des Videos sagte Trump, er habe bei dem Gespräch nur Spaß gemacht. Später soll sich Trump dann doch für die Äußerungen entschuldigt und zugegeben haben, dass er „dumme Sachen“ gesagt habe. Mit dem Video wolle man die Amerikaner nur von realen Problemen ablenken.

    Trumps Äußerungen lösten eine neue Welle der Empörung unter US-Politikern  aus. Trumps Rivalin, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, betonte, Trump dürfe einfach nicht Präsident werden.

    Auch republikanische Parteikollegen Trumps übten Kritik. So rief die Ex-Außenministerin der Republikanischen Partei, Condoleezza Rice, Trump dazu auf, aus dem Wahlrennen auszusteigen. Ihr stimmten die Senatorin des US-Bundesstaates New Hampshire, Kelly Ayotte, der Senator des Bundesstaates Nebraska, Deb Fischer, und Carly Fiorina zu, die einst für die Nominierung Trumps für den Präsidentenposten gekämpft hatte. Ayotte und Fischer schlugen sogar vor, Trump durch den Gouverneur des Bundesstaates Indiana, Mike Pence, zu ersetzen, der zurzeit Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten ist.

    Laut der Zeitung Politico beraten gegenwärtig Rechtsberater des Nationalen Komitees der Republikanischen Partei eine mögliche Auswechslung des Kandidaten zu den Präsidentenwahlen.

    Gemäß den geltenden Regeln darf ein US-Präsidentschaftskandidat nur im Todesfall der jetzigen Kandidaten oder durch freiwilliges Aussteigen ersetzt werden. Trump schrieb jedoch in seinem Twitter-Account, er habe nicht vor, das Wahlrennen zu verlassen.

    Die Präsidentschaftswahl in den USA findet am 8. November statt.

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    Tags:
    Präsidentenwahl, Politico, Twitter, CNN, Deb Fischer, Kelly Ayotte, Condoleezza Rice, Carly Fiorina, Donald Trump, Hillary Clinton, USA