12:16 23 Juni 2018
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    Die zweite TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump in Saint Louis im Bundesstaat Missouri

    Darum ist bei Clinton an allem immer Russland schuld – Trump

    © REUTERS / Rick Wilking
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    Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gibt immer an allem Moskau die Schuld, wie ihr republikanischer Rivale Donald Trump beim zweiten Wahlkampf-Duell sagte. Und dabei lägen weder zu Hacker-Attacken noch Zivilopfern in Syrien Beweise vor.

    „Mir ist aufgefallen, dass jedes Mal, wenn etwas Schlechtes geschieht, gerne gesagt wird, das sei Russland gewesen“, sagte Trump über Clinton und ihre Kollegen. Ebenso werde Moskau beschuldigt, an den Cyber-Angriffen auf die Demokraten-Server in den USA beteiligt gewesenzu sein.

    Clinton hatte zuvor erklärt, Russland sei „ein Gegner“ der USA, der versuche, mittels Cyber-Attacken auf die Wahlen im Lande Einfluss zu nehmen. „Das ist einfach lächerlich“, erwiderte Trump und ergänzte: „Vielleicht hat es gar keine Cyber-Angriffe gegeben.“

    „Sie beschuldigen immer Russland“, fuhr der Republikaner fort. „Sie beschuldigen Russland, weil sie hoffen, auf diese Weise einen Schatten auf mich zu werfen“, so der Milliardär und verwies darauf, dass er „nichts mit Russland zu schaffen habe“. „Ich habe keine Kredite in Russland“, merkte er an.

    Trump erklärte erneut, dass die USA und Russland die Terrormiliz IS (Islamischer Staat, Daesh) gemeinsam bezwingen könnten.

    „Ich kenne Putin nicht. Ich denke, es wäre bemerkenswert, wenn wir mit Russland gut auskommen könnten. Denn wir könnten zum Beispiel gemeinsam gegen den IS kämpfen“, sagte Trump beim zweiten TV-Duell mit Hillary Clinton, die ihrem Opponenten immer wieder Sympathien für Moskau vorwirft.

    „Jeden Tag beobachten wir die Ergebnisse der Zusammenarbeit des Assad-Regimes mit den Iranern ‚am Boden‘ und den Russen ‚in der Luft‘, die das Territorium bombardieren, insbesondere Aleppo, sowie die anhaltenden Bemühungen Russlands zur Vernichtung Aleppos, um die letzten syrischen Rebellen zu beseitigen, die gegen das Baschar-Assad-Regime kämpfen“, erklärte Clinton.

    Dem fügte die Demokratin hinzu: „Ich habe Russland und Putin, die Stirn geboten. Und ich werde es auch als Präsidentin tun.“

    Wie Donald Trump seinerseits erklärte, mag er den Präsidenten Syriens nicht. Gleichzeitig betonte er allerdings die Tatsache, dass Russland, der Iran und die syrischen Truppen den IS vernichten.

    „Ich trete nicht für Assad ein. Doch Assad tötet den IS, Russland tötet den IS, der Iran tötet den IS“, sagte er.

    Der Milliardär verwies zudem auf die Tatsache, dass Russland, der Iran und Baschar Assad wegen der offensichtlich schwachen Außenpolitik der USA führende Positionen erlangt hätten.

    Hillary Clinton erlaubte sich in den TV-Debatten äußerst aggressive Äußerungen gegenüber Russland. Sie sprach von einer „Aggression Russlands in Syrien“ und rief dazu auf, „die Kriegsverbrechen Moskaus und des Assad-Regimes“ zu untersuchen. Clinton meinte, Moskau und die syrischen Behörden würden die Verantwortung für die Situation in diesem Lande tragen.

    Am Sonntagabend hatte an der Washington University in St. Louis die zweite TV-Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton stattgefunden. Der traditionelle Händedruck zu Beginn des Treffens war ausgeblieben, aber zum Abschluss reichten sich beide trotz ihres harten Wortgefechts doch noch die Hand.

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    Tags:
    Cyber-Attacke, Terrormiliz Daesh, Wladimir Putin, Syrien, USA, Russland
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