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08:05 15 Oktober 2019
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    Die zweite TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump in Saint Louis im Bundesstaat Missouri

    US-Präsidentenwahl: Trump übertrifft Erwartungen bei TV-Debatte – CNN

    © REUTERS / Jim Young
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    Die Zuschauer des TV-Senders CNN haben der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton den Sieg auch in der zweiten TV-Debatte zugesprochen, die in der Washington University, US-Bundesstaat Missouri, am Sonntag stattfand. Allerdings hat der Republikaner Trump nicht so schlecht abgeschnitten, wie man erwartet hatte.

    Laut einer nach der Sendung durchgeführten CNN-Umfrage unterstützten rund 57 Prozent der Befragten Clinton, während 34 Prozent  für Trump stimmten.  Dabei wurde die entsprechende Mitteilung des Fernsehsenders „Clinton gewinnt, Trump aber übertrifft die Erwartungen" betitelt. In der Tat sagten 63 Prozent der Zuschauer, Trump habe ihre Erwartungen bei dieser Debatte übertroffen, nur 21 Prozent waren der Meinungen, dass er  schlechter aufgetreten sei, als sie erwartet  hätten.

    Bei Clinton war der Anteil derer, die meinten, sie habe sich besser gezeigt, als man von ihr erwartet habe, bedeutend niedriger und lag bei 39 Prozent. 26 Prozent der Befragten meinten, Clinton habe ihre Aufgabe schlechter als erwartet gemeistert.

    Trump habe „seine Hausaufgaben diesmal  gemacht", schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta", er habe versucht, die Selbstbeherrschung zu bewahren, und auf die  Angriffe seiner Rivalin mit zum Teil erfolgreichen Gegenangriffen reagiert. Die Wirksamkeit dieser Taktik sei dem Gesicht der Demokratin abzulesen gewesen, die bei Weitem nicht  immer erfolgreich die Attacken  ihres Gegners  gekontert und deutlich angespannter gewirkt habe, als es während der ersten Debatte der Fall war.

    Es sei zu betonen, dass das CNN-Publikum mehrheitlich als liberal gilt, weshalb das Umfragebild zugunsten der Demokraten verzerrt werden könne. So gaben vor dem Beginn der Debatte 58 Prozent der CNN-Zuschauer an, Clinton zu unterstützen. Nach Angaben des Internet-Portals RealClearPolitics ist dieser Wert um zehn Prozentpunkte höher, als er bei den landesweiten Umfragen im Durchschnitt liegt.

    Medienberichten zufolge wirkt Clintons Sieg diesmal nicht so überzeugend, da nach der ersten TV-Debatte 63 Prozent des CNN-Publikums Clinton favorisiert hatten.

    Laut einer Umfrage des britischen Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov gewann Clinton zwar die Fernsehdebatte, doch mit einem minimalen Abstand. 47 Prozent der Befragten zufolge ist  Clinton als Siegerin aus der Diskussion hervorgegangen, 42 Prozent aber meinen, Trump habe den Sieg errungen. Dabei waren 50 Prozent der Frauen sich sicher, Clinton habe die Debatte gewonnen. 38 Prozent  entschieden sich für Trump. Die Umfrage unter Männern zeigte das Gegenteil: 46 Prozent meinten, Trump habe gewonnen, 43 Prozent der Männer sehen Clinton vorn.

    An der YouGov-Umfrage nahmen 812 registrierte Wähler teil.

    Am Freitag hatte „The Washington Post" ein vor elf Jahren entstandenes Video  veröffentlicht, in dem der US-Milliardär sagte, er könne sich vieles im Umgang mit Frauen leisten. Daraufhin veröffentlichte Trump eine Videoansprache, in der er sich bei den Frauen für seine Worte entschuldigte.

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