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    Niger hofft auf deutschen „Versorgungsstützpunkt“ für Anti-Terror-Kampf

    © AP Photo / Michael Sohn
    Politik
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    Der Präsident der westafrikanischen Republik Niger, Mahamadou Issoufou, hat Deutschland erlaubt, einen Bundeswehr-Versorgungsstützpunkt zum Kampf gegen Extremismus in Westafrika zu stationieren, wie AP am Dienstag berichtet.

    „Neue Herausforderungen geben uns die Möglichkeit, unsere bilaterale Zusammenarbeit auszubauen. Natürlich werden wir Deutschland Mittel für seinen Versorgungsstützpunkt zur Verfügung stellen, um den Soldaten im Anti-Terror-Kampf in Mali zu helfen“, erklärte Issoufou laut AP nach dem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Hauptstadt Niamey.

    Demnach hat Merkel einen „harten Zusammenhang“ zwischen der illegalen Migration und rechtwidriger Waffenlieferungen in Konfliktzonen hervorgehoben.

    Deutschland will Niger helfen, gegen diese Erscheinung vorzugehen, und die nigrische Armee mit Waffen und Technik versorgen. Im Rahmen der UN-Friedensmission halten sich im Niger zurzeit 650 deutsche Soldaten auf. 

    Die nigrische Armee wehrt zurzeit nicht nur Angriffe der Islamisten ab, die von malischem Territorium aus unternommen werden, sondern auch die der islamistischen Terrorgruppierung Boko Haram, die in Nigeria aktiv ist. Außerdem gibt es Besorgnisse, dass IS-Kämpfer auch durch die Offensive der libyschen Regierungstruppen auf nigrisches Gebiet gedrängt werden könnten.

    Niger ist das wichtigste Transitland für Migranten aus West- und Zentralafrika auf dem Weg nach Libyen – mit zuletzt besorgniserregend steigender Tendenz. Im Jahr 2015 waren laut der ARD 150.000 Migranten durch das Transitland in Richtung Libyen und Algerien gereist, in der ersten Jahreshälfte 2016 waren es bereits 160.000. Viele reisen weiter nach Europa.

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    Tags:
    Stützpunkt, Anti-Terror-Kampf, Boko Haram, Terrormiliz Daesh, Mahamadou Issoufou, Libyen, Deutschland, Niger