01:51 27 November 2020
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    Der polnische Außenminister Witold Waszczykowski hat die Vorgängerregierung beschuldigt, gute Beziehungen zu Russland vorgespielt zu haben, um dies als Trumpf im Spiel mit dem Westen auszunutzen. Dies sagte er in einer TV-Sendung des polnischen Fernsehens „Telewizja Polska“.

    Der Versuch einer Kooperation mit Russland sei seiner Ansicht nach nur Illusion gewesen.

    „Sie wollten den Eindruck erwecken, dass Polen ein Land sei, das sehr gute Beziehungen zu Russland pflegt. So wollten sie mit dem Westen spielen, dies als einen Trumpf vor allem gegenüber Deutschland nutzen“, so Waszczykowski.

    Zuvor hatte der Minister erklärt, dass ihm aussagekräftige Dokumente über die Arbeit der Regierung von Donald Tusk vorlägen.

    „Ich habe Papiere entdeckt, die vor Augen führen, wie seit 2007 bis zur Katastrophe von Smolensk mit den Interessen Polens und den Sicherheitsfragen gespielt worden war, wie man Lech Kaczyński aus der Politik, der polnischen Außenpolitik und der Sicherheitspolitik auszuschließen versucht hatte“, erklärte der amtierende Außenminister.

    Es gebe auch Dokumente, die „fatales“ Verhalten nach dem Absturz des Präsidentenflugzeuges in Russland aufzeigten: Warschau habe sich beispielsweise an keine internationale Organisation oder Staat gewandt, um Hilfe bei den Ermittlungen zu beantragen. Die Papiere werden Waszczykowski zufolge weiter untersucht. Es sei erst vor kurzem bekannt geworden, dass man teilweise Zugriff auf die E-Mail-Kommunikation erhalten könne.

    Beim Absturz einer der beiden polnischen Regierungsmaschinen bei Smolensk im April 2010 waren alle 96 Insassen  umgekommen, darunter auch der polnische Staatspräsident Lech Kaczyński, seine Ehegattin Maria und mehrere hochrangige Politiker, Militärs, Staatsbeamte  und Kirchenvertreter.

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    Tags:
    Kooperation, Beziehungen, Smolensk-Flugzeugunglück, Lech Kaczynski, Donald Tusk, Witold Waszczykowski, Europa, Westen, Russland, Polen