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15:16 21 September 2019
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow

    USA schmeicheln „Regionalmacht“ Russland – Lawrow

    © Sputnik / Grigoriy Sisoev
    Politik
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    Washington hat bislang keinen einzigen Beweis dafür vorgelegt, dass sich Moskau in die Präsidentschaftswahlen in den USA einmischt, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview mit dem TV-Sender CNN mitteilte. Die zahlreichen Vorwürfe seitens der USA seien aber durchaus schmeichelhaft.

    „Es ehrt uns natürlich, dass uns eine solche Aufmerksamkeit zuteilwird“, so Lawrow. „Das ist vor allem für eine ‚Regionalmacht‘ schmeichelhaft, als welche uns noch vor einigen Jahren Präsident Obama bezeichnete.“

    Gleichzeitig seien derartige Behauptungen jedoch einfach „lächerlich“. „Derzeit sprechen alle in den USA davon, dass Russland die Präsidentschaftswahlen in den USA lenkt. Aber wir haben keinen einzigen Fakt, keinen Beweis dafür vorgelegt bekommen“, betonte Lawrow.

    Im Oktober hatte das US-Ministerium für innere Sicherheit die russische Regierung der Beteiligung an Hackerangriffen beschuldigt, die auf US-Politiker und Parteien vor den Wahlen verübt werden. Daraufhin hatte Russlands Präsident Wladimir Putin im Interview mit der Agentur Bloomerg mitgeteilt, Moskau beschäftige sich nicht mit Hacker-Angriffen auf Staatsniveau und habe mit den Angriffen auf den Server der Demokratischen Partei der USA nichts zu tun.

    Zuvor hatte WikiLeaks mehr als 19.000 interne E-Mails der Demokraten veröffentlicht. Diese Korrespondenz zeugte davon, dass die Parteifunktionäre bei den Präsidentschaftsvorwahlen, allen Regeln zum Trotz, Hillary Clinton zu Ungunsten ihres Konkurrenten Bernie Sanders ihre Unterstützung zusicherten. Die Verantwortung für die Cyber-Attacke auf die Server der US-Demokraten hat angeblich der Hacker Guccifer 2.0 übernommen.

    Ein Sprecher von Clintons Wahlstab hatte zuvor gesagt, die Server seien von russischen Hackern angegriffen worden. Dies sei ein Beweis für die Absicht Russlands, Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen zu unterstützen, hieß es damals. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte diese Vorwürfe deutlich zurückgewiesen und bezeichnete sie als „absurd“.

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    Tags:
    Sicherheit, Beweise, Hackerangriff, US-Präsidentschaftswahl 2016, Demokratische Partei, Sergej Lawrow, USA, Russland