18:02 07 Dezember 2019
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    Turkish-Stream versetzt USA einen Rückschlag – Medien

    © AFP 2019 / Adem Altan
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    Das Regierungsabkommen zwischen der Türkei und Russland über die Realisierung des Gasprojektes Turkish Stream ist als Rückschlag für die USA zu betrachten, wie die Deutschen Wirtschafts Nachrichten berichten.

    Mit der Pipeline Turkish Stream, deren jährliche Kapazität 63 Milliarden Kubikmeter betragen soll, kann die Türkei demnach zu einem „Energy-Hub“ aufsteigen. Gleichzeitig würde der russische Anteil am europäischen Gasmarkt  wesentlich steigen. Laut dem Portal führt der Bau der Gaspipeline zu einer wirtschaftlichen Verschmelzung zwischen Russland, der EU und der Türkei, es bildet sich auf diese Weise ein großer Wirtschaftsraum, der von den USA nicht kontrolliert werden kann.

    Die USA wiederum versuchten seit mehreren Jahren, das Projekt zu verhindern. Einerseits störe der Turkisch Stream Washington bei der Verwirklichung seiner wirtschaftlichen Pläne, „mit Fracking den Russen in Europa Konkurrenz“ zu  machen. Andererseits wollte die US-Regierung über die Ukraine die Gas-Pipelines aus Russland kontrollieren.

    Außerdem könnten auch einige europäische Länder von der neuen Pipeline profitieren. Angaben der DWN zufolge kooperieren bereits Ungarn und Griechenland mit Russland, wobei sie sich dadurch ein „Stimmenrecht“ in der EU zurückholen wollten. Polen sei gegen den Türkish Stream. „Die Polen fahren einen streng antirussischen und proamerikanischen Kurs“, heißt es in dem Artikel. Die neue Pipeline könne auch ihre Position schwächen, weil der Staat damit „seine Bedeutung für eine Ausweichroute verliert“.

    Am 10. Oktober hatten Russland und die Türkei in Istanbul ein Regierungsabkommen über die Realisierung des Gasprojekts Turkish Stream unterschrieben. „Das Dokument sieht die Verlegung von zwei Strängen auf dem Grund des Schwarzen Meeres vor“, teilte der Vorstandschef des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller, nach der Unterzeichnung mit.

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    Abkommen, Gaspipeline, Turkish Stream, Europa, Ungarn, Türkei, Griechenland, Polen, USA, Russland