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01:56 12 November 2019
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    Russlands Präsident Wladimir Putin

    US-Diktat verursachte Schwierigkeiten in Beziehungen Russland-USA - Putin

    © Sputnik / Ilya Pitalev
    Politik
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    Man darf Russland nicht als eine „Scheidemünze“ im innenpolitischen Kampf um den Posten des US-Präsidenten einsetzen, das schadet den Beziehungen zwischen beiden Ländern, wie der russische Staatschef Wladimir Putin auf einem Investitionsforum in Moskau sagte.

    „Man darf Russland nicht als eine Scheidemünze in einem innenpolitischen Kampf nutzen und somit den innenstaatlichen Beziehungen Schaden zufügen. Das ist mindestens unseriös“, sagte Putin.

    Dem Präsidenten zufolge missbrauchen die US-Präsidentschaftskandidaten die Anti-Russland-Rhetorik. „Nun ist ausschließlich Russland das Problem Nummer eins im ganzen Wahlkampf, nur darüber wird geredet. Das ist natürlich nett, jedoch nur zum Teil. Warum zum Teil? Weil alle Teilnehmer dieses Prozesses die Anti-Russland-Rhetorik missbrauchen und somit unsere innenstaatliche Beziehungen vergiften“, so Putin weiter.

    Das sei für die beiden Länder gleichermaßen schlecht, wie auch für die ganze internationale Gemeinschaft. „Man darf nicht vergessen, dass wir als große Atommächte eine besondere Verantwortung in einem globalen Sinne tragen: für die Aufrechterhaltung des Friedens, der Sicherheit in der Welt“, so der russische Präsident.

    Russland sei besorgt wegen der Verschlechterung der Beziehungen zu den USA, so Putin. „Aber das ist nicht unsere Wahl, wir haben das nie angestrebt. Ganz im Gegenteil: Wir wollen freundschaftliche Beziehungen zu einem großen Staat, zu einer führenden Weltwirtschaft wie den USA“, sagte Putin.

    Für einen Aufbau von Beziehungen müsse man sich partnerschaftlich benehmen und gegenseitige Interessen respektieren.
    Dem Präsidenten zufolge ist es äußerst schwierig, einen Dialog mit der aktuellen US-Staatsverwaltung zu führen, „er fehlt praktisch“. Die Administration von Obama formuliere nur, was sie brauche, und dann dränge sie danach, dass dies auch umgesetzt werde.

    „Das ist aber kein Dialog, sondern ein Diktat, und dies in fast jeder Frage. Wir sind unsererseits zu einem Dialog bereit, doch ein Dialog ist eine Suche nach Kompromissen. Was braucht man, um eine Situation zu normalisieren? Man muss sich partnerschaftlich benehmen und gegenseitige Interessen in Betracht ziehen. Wir sind dazu bereit“, so Putin weiter.

    Russland wird dem Staatschef zufolge mit einem beliebigen US-Präsidenten arbeiten. Wichtig sei dabei, dass dieser auch den Wunsch zeige, mit Russland zu kooperieren.

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    Tags:
    Frieden, Sicherheit, Rhetorik, Wahlkampf, Dialog, Beziehungen, US-Präsidentschaftswahl 2016, Wladimir Putin, USA, Russland