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12:56 18 Oktober 2019
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    Russlands Präsident Wladimir Putin

    Luftangriffe auf Aleppo und Flüchtlingsstrom: Putin zu Anschuldigungen gegen Russland

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    Situation in Syrien (2016) (851)
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    Russland vorzuwerfen, dass die Menschen Syrien wegen der russischen Kampfhandlungen massenweise verlassen würden, ist laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin absolut haltlos. Dieser Prozess habe lange vor dem aktiven Einsatz der russischen Luftwaffe begonnen.

    „Beliebige Anschuldigungen in Bezug auf Russland daran, dass es angeblich für den Flüchtlingsstrom verantwortlich sei, sind grundlos. Unser Ziel besteht genau darin, Bedingungen für eine Rückkehr der Menschen an ihre heimische Herde zu schaffen“, sagte Putin in einem Interview mit dem französischen TV-Sender TF1.

    Damit reagierte der russische Staatschef auf die Erklärung der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die im TV-Duell am Sonntag behauptet hatte, viele Syrer seien „wegen der russischen Aggression“ gezwungen, Syrien zu verlassen.

    Putin zufolge entstand das Problem mit den Flüchtlingen lange vor den Bemühungen Russlands zur Stabilisierung der Lage in Syrien. „Menschen machten sich aus diesem riesengroßen Gebiet des Nahen Osten sowie aus Afrika und Afghanistan lange vor unseren aktiven Handlungen in Syrien auf die Flucht“, so Putin weiter.

    In Bezug auf die humanitäre Situation in Aleppo sagte der russische Präsident, dass „überall, wo Kampfhandlungen geführt werden, leider unschuldige Menschen leiden“. „Haben sie etwa vergessen, wie die US-Luftwaffe einen Schlag gegen ein Krankenhaus in Afghanistan versetzt hatte, bei dem auch ‚Ärzte ohne Grenzen‘ getötet wurden? In Afghanistan waren ganze Hochzeiten mit je 100 Gästen vernichtet worden. Und was ist jüngst in Jemen passiert? Mit einem Luftschlag auf eine Trauerzeremonie wurden 140 bis 170 Menschen getötet und 500 weitere verletzt“, so Putin.

    „Aber wir dürfen den Terroristen nicht erlauben, Menschen als Schutzschild zu nutzen. Wir dürfen es nicht zulassen, dass sie die ganze Welt unter Druck setzen, wenn sie jemanden als Geiseln nehmen, töten, köpfen. Wenn sie Terroristen endgültig bekämpfen wollen, müssen sie gegen diese kämpfen, und nicht sich von ihnen einfangen lassen, nicht buckeln oder zurückweichen“, schloss der russische Präsident.

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    Bekämpfung, Krise, Terroristen, Syrien-Einsatz, Luftschläge, Opfer, Migranten, Wladimir Putin, Aleppo, Jemen, USA, Russland