03:31 02 April 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    Migrationsproblem in Europa (1282)
    5254
    Abonnieren

    Die Aufhebung des Schengen-Abkommens mit dem Ziel, den unkontrollierten Zustrom von Flüchtlingen und Migranten in die Europäische Union und die dadurch bedingte Schließung der inneren Grenzen zu stoppen, würden die EU-Mitglieder laut Experten des Forschungsinstitutes RAND Europe 20 Milliarden Euro im Jahr kosten.

    Einige EU-Länder, darunter Deutschland, Österreich, Schweden und Dänemark, haben wegen des Andrangs von Flüchtlingen und Migranten aus dem Nahen Osten und aus Nordafrika das Schengen-Abkommen ausgesetzt und eine vorübergehende Grenzkontrolle eingeführt.

    Entsprechend dem Schengen-Abkommen dürfen die Grenzkontrollen nur in Notfällen eingeführt und höchstens zwei Jahre gelten. Dänemark fordert eine Verlängerung der Grenzkontrollen. Ihre Meinung dazu sollen die Außenminister der EU-Länder äußern, die sich am Donnerstag in Luxemburg versammelt haben.

    Europa durchlebt zurzeit die schwerste Migrationskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurde vor allem durch etliche bewaffnete Konflikte und Wirtschaftsprobleme im Nahen Osten und in Nordafrika ausgelöst. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit Anfang 2016 fast 303.000 Flüchtlinge auf dem Seeweg nach Europa gekommen. Beim Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, sind mehr als 3.500 Menschen umgekommen bzw. für vermisst erklärt worden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Migrationsproblem in Europa (1282)

    Zum Thema:

    „Schnellstmöglich!“ - Le Pen will Schengen abschaffen
    Schengen-Raum: Sechs EU-Länder wollen Grenzkontrollen verlängern
    Warnung an alle Schengen-Staaten: Grenzkontrollen kosten Milliarden
    Schengen in Gefahr! - Estlands Präsident warnt vor permanenten Grenzkontrollen
    Tags:
    Schengen-Abkommen, IOM, EU, Europa