02:49 02 Dezember 2020
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    Russland-Sanktionen (476)
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    Die EU-Länder nehmen eine seltsame und unlogische Position zur Sanktionspolitik gegenüber Russland ein. Das sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag bei einem Pressegespräch.

    „Auf Schritt und Tritt hören wir Stimmen in Bezug darauf, dass man die alten Sanktionen aufheben muss, aber nicht deswegen, weil man Russland liebt, sondern weil sie (die Sanktionen – Anm. d. R.) unmittelbar die Wirtschaftssysteme derjenigen Länder schädigen, die diese unterzeichnet haben“, so Sacharowa.

    „Jetzt spricht man von neuen Sanktionen, wobei gleichzeitig Prozesse in verschiedenen bilateralen und multilateralen Formaten in Gang sind, unter anderem zur Syrien-Regelung. Eine seltsame, unlogische und unselbstständige Position, die die Länder an den Tag legen, fügt gerade ihnen Schaden zu.“

    Zuvor hatte die Zeitung „The Financial Times“ mitgeteilt, dass einige EU-Länder Sanktionen gegen russische ranghohe Beamte „wegen des Bombardements von Aleppo“ erörtern. Wie ein EU-Diplomat gegenüber dem Blatt sagte, geht es hierbei um höchstens zwölf Russen. 

    Wie eine diplomatische Quelle aus Brüssel am Montag gesagt hatte, erwägen die Außenminister der 28 EU-Mitgliedsstaaten wegen des Konfliktes in Syrien bei einer Sitzung am 17. Oktober neue Sanktionen zu besprechen.

    Die syrischen Regierungstruppen verengen den Ring um die Terroristen im Ostteil Aleppos weiter. Die Einheiten der Armee und des Volksheeres rücken von Norden und Süden sowie im Zentrum der Stadt vor. Die Regierungsoffensive verläuft langsam, weil sich in den von den Kämpfern eroberten Wohnvierteln mehr als 200.000 Zivilisten befinden, die die Dschihadisten als Geiseln benutzen.

    Die USA werfen Syrien und Russland vor, Zivilisten und die bewaffnete Opposition bombardiert zu haben. Damaskus und Moskau wiesen dies jedoch zurück und betonen, sie greifen nur die Terroristen an, und beschuldigen Washington, auf die sogenannte gemäßigte Opposition nicht einwirken zu können, damit sich diese von den Terroristen abgrenzt.

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    Sanktionen, Maria Sacharowa, Europa, Syrien, USA, Russland