22:04 20 Januar 2020
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    Die kolumbische Regierung hat den Waffenstillstand mit den Rebellen der linken Guerillaorganisation Farc bis zum 31. Dezember verlängert, wie dpa am Freitag meldet.

    „Ich habe die Entscheidung getroffen, die Waffenruhe zwischen beiden Konfliktseiten bis zum 31. Dezember zu verlängern. Ich möchte sofort klarstellen, dass das weder ein Ultimatum noch eine Frist ist“, so der kolumbische Staatschef, Juan Manuel Santos. 

    Zugleich betonte er, die Verhandlungen über ein neues Friedensabkommen müssten rasch weitergeführt werden. Santos hoffe, dass die Behörden noch bis Jahresende einen neuen Vertrag unterzeichnen würden.

    Am 2. Oktober haben mehr als die Hälfte der Kolumbianer bei einem Referendum den Friedensvertrag abgelehnt, den Santos und die revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) im Beisein von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bereits eine Woche zuvor unterzeichnet hatten. Das Abkommen wäre in Kraft getreten, wenn wenigstens etwa 4,5 Millionen wahlberechtigte Kolumbianer dem Vertrag zugestimmt hätten.

    Die Farc-Rebellen hatten seit 1964 gegen Großgrundbesitzer und die Regierung des lateinamerikanischen Landes gekämpft. In dem Konflikt, in den neben der Armee auch linke Guerillagruppen, rechte Paramilitärs und die Drogenmafia verwickelt sein sollen, kamen bereits über 260.000 Menschen ums Leben.

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    Tags:
    Farc, Juan Manuel Santos, Kolumbien