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    Image und Verteidigung: Mit russischen S-300 löst Teheran zwei Aufgaben zugleich

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    Lieferung russischer S-300-Flugabwehrraketen an Teheran (44)
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    Mit den russischen Fla-Raketensystemen S-300 kann Teheran sowohl seine militärische als auch seine Imageaufgabe lösen, wie der Chefredakteur des iranischen analytischen Internetportals „RussiaViewer“, Ahmad Vakhshiteh, in einem Interview für Sputnik Persian, sagte.

    „Der Iran kann die von Russland übergebenen Fla-Raketensysteme S-300 für mehrere Zwecke zugleich verwenden, vor allem für die Vorführung seiner Militärkraft. Teheran hat in dem Zeitraum, als Moskau seine Lieferungen nicht starten konnte, analoge S-300 entwickelt und sogar wenige eigene Systeme produziert. Das war aber eine Versuchsreihe. Jetzt, als die Lieferungen gemäß der Vereinbarung bereits zu Ende gegangen sind, kann man durchaus erwarten, dass die S-300 sowohl in die Bewaffnung der iranischen Armee aufgenommen als auch bei Militärparaden gesehen werden können“, sagte er.

    Mit solchen Defensivwaffen könne der Iran zwei Aufgaben zugleich lösen: erstens seine Stärke und die Verteidigungsfähigkeit der nationalen Armee vor dem Feind zeigen und zweitens die effiziente russisch-iranische Zusammenarbeit weiter ausbauen. Die S-300 sei bereits zu einem Symbol für die feste Freundschaft zwischen dem Iran und Russland geworden.        

    Was die militär-technische Kooperation anbelangt, sagte Vakhshiteh, würden globale Herausforderungen und Gefahren Moskau und Teheran dazu bewegen, ihre Grenze zu erweitern.

    „In den vergangenen zwei Jahren ist die russisch-iranische Zusammenarbeit im militärischen Bereich nur stärker geworden und hat ein neues Niveau erreicht. Ein anschauliches Beispiel dafür sind die gemeinsamen Kampfhandlungen in Syrien. Natürlich wird die militärische Partnerschaft unserer Länder auch bei der Entwicklung anderer Bereiche der Zusammenarbeit – in der Politik, im Handel und in der Wirtschaft – einen Aufschwung erleben“, betonte der Chefredakteur.

    Ihm zufolge verfolgt die militärische Zusammenarbeit in Syrien nicht nur das Ziel, dem befreundeten Land zu helfen, es vom Terrorismus zu befreien, sondern auch die Absicht, die Sicherheit im ganzen Nahen Osten zu gewährleisten. Eine enge Kooperation zwischen dem Iran und Russland bezeichnete er außerdem als Pfand für Stabilität und Sicherheit – auch in Zentralasien.      

    Zuvor wurde berichtet, dass Russland alle im bilateralen Vertrag vorgesehenen Fla-Raketensysteme S-300 an den Iran geliefert hat.

    Moskau und Teheran hatten den S-300-Vertrag noch im Jahr 2007 abgeschlossen. Nach der Verabschiedung einer Resolution des UN-Sicherheitsrates über das Verkaufsverbot von schweren Offensivrüstungen an den Iran im Jahr 2010 untersagte der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew auch die Lieferung von Defensivrüstungen an die Islamische Republik.

    Das Raketensystem S-300PMU2 Favorit ist zur Verteidigung von Truppengruppierungen, strategischen Objekten, Militärstützpunkten und Industriebetrieben vor ballistischen Raketen und Marschflugkörpern, Drohnen sowie strategischen und taktischen Fliegerkräften bestimmt. Der Funkradar der S-300-Rakete kann Luftobjekte aus einer Entfernung von bis zu 300 Kilometern orten und deren Zugehörigkeit durch ein besonderes Erkennungssystem bestimmen. S-300-Raketen können aerodynamische Ziele aus drei bis 200 Kilometern, ballistische Ziele aus fünf bis 40 Kilometern und niedrig fliegende Objekte aus fünf bis 38 Kilometern treffen.

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    Kooperation, S-300-System, UN-Sicherheitsrat, Internetportal RussiaViewer, Sputnik Persian, Dmitri Medwedew, Ahmad Vakhshiteh, Syrien, Russland, Iran