15:12 20 Oktober 2020
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    Die russische Küstenwache hat im Japanischen Meer einen nordkoreanischen Fischkutter aufgebracht, der ins russische Wirtschaftsgewässer eingedrungen sein soll. Bei dem Zwischenfall wurde ein Nordkoreaner getötet, neun weitere wurden verletzt, wie der russische Grenzschutz mitteilte. Auch ein Grenzbeamter erlitt Verletzungen.

    Der Vorfall ereignte sich am Samstag. Bei der Durchsuchung des Fischkutters, auf dem insgesamt 48 Menschen gewesen seien, seien illegal gewonnene „Bio-Ressourcen“ entdeckt worden, teilte der russische Inlandsgeheimdienst FSB, dem auch der Grenzschutz gehört, mit. Die Fischer hätten dann die Grenzbeamten überfallen und versucht, ihnen die Waffen abzunehmen und zu fliehen. Ein Beamter sei dabei am Kopf verletzt worden.

    Um die Flucht zu verhindern, habe die Küstenwache aus einem Maschinengewehr zuerst Warnschüsse abgegeben und dann auf den Antrieb des Fischkutters geschossen, hieß es. Neun Nordkoreaner wurden dabei verletzt, einer davon tödlich.

    Der nordkoreanische Kutter sei dann nach Nachodka geschleppt worden. Die Verletzten würden von Ärzten behandelt. Russland informierte das nordkoreanische Generalkonsulat in Wladiwostok über den Zwischenfall. Eine Untersuchung wurde aufgenommen.

    sp

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    Tags:
    Nordkorea, Russland, Japanisches Meer, Pazifik