00:35 28 September 2020
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    Die Solidarität der BRICS-Mitgliedsländer zu wichtigen Fragen der internationalen Agenda ist eindrucksvoll, besonders vor dem Hintergrund der Differenzen zwischen Russland und dem Westen zu Syrien, wie der Chef des Auswärtigen Ausschusses beim Föderationsrat (Oberhaus), Konstantin Kossatschjow, am Montag mitteilte.

    „Der BRICS-Gipfel ist erfolgreich verlaufen. Die Standpunkte so verschiedener Länder der Erde haben zumeist übereingestimmt“, schrieb Kossatschjow auf seiner Facebook-Seite.

    Besonders in den Hauptthemen des Gipfels – der Bekämpfung des internationalen Terrorismus sowie der Lage in Syrien und Afghanistan – sei eine gemeinsame Herangehensweise an den Tag gelegt worden.  

    Weiter machte Kossatschjow auf eine „durchaus eindeutige These“ im abschließenden Dokument aufmerksam: Demnach sollen Verantwortlichkeit,  Zusammenarbeit, die souveräne Gleichheit der Länder und die Nichteinmischung in innere Angelegenheiten als feste Prinzipien der Staatengruppe eingeführt und jedwede einseitig dem Völkerrecht widersprechende  Maßnahmen ausgeschlossen werden.

    „Wir verurteilen eine einseitige militärische Einmischung und einseitige Wirtschaftssanktionen, die dem Völkerrecht und den allgemein anerkannten Normen der internationalen Beziehungen widersprechen. Es ist schwer, nicht zu begreifen, in welchen Garten die Struktur, die mehr als 40 Prozent der Bevölkerung des Planeten vertritt, diesen gewichtigen Stein wirft“, schrieb der Parlamentarier.

    Die BRICS-Staaten hätten außerdem eine gemeinsame Vision der gegenwärtigen tiefgreifenden Wandlungen in der Welt bekräftigt, die zu einer gerechteren, demokratischeren und multipolaren Weltordnung unter führender Rolle der Uno und unter Achtung des Völkerrechtes führten.  

     „Das ist zweifellos eine Anforderung für eine wesentliche Rolle der BRISC-Gruppe in dieser künftigen Welt, die an und für sich die Teilnahme an dieser Struktur für jedes Mitglied vom praktischen Standpunkt aus nützlich macht“,  so Kossatschjow.

    Und das „trotz der bestehenden Differenzen der Positionen im politischen und wirtschaftlichen Bereich“.

    Wie er weiter ausführte, schafft der BRICS-Rahmen ein durchaus günstiges Format sowohl auf multilateraler als auch bilateraler Ebene und macht das große Interesse aller Teilnehmer an der Bildung einer solchen Struktur durchaus konkret und greifbar.     

    Der BRICS-Gruppe gehören Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika an. Am Samstag und Sonntag fand im indischen Goa der 8. BRICS-Gipfel statt.

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    Tags:
    Solidariät, BRICS, Konstantin Kossatschjow, Syrien, Südafrika, China, Brasilien, Indien, Russland