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    Syrien: Russische S-300-Systeme zwingen Washington zum Strategie-Wechsel

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    Die Stationierung russischer S-300-Flugabwehrsysteme in Syrien ist für Washington ein guter Grund, das eigene Vorgehen in der Region zu überdenken, wie „The Washington Post“ unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium schreibt.

    „Die Stationierung russischer Flugabwehr-Systeme in Syrien ist diesen Monat abgeschlossen worden“, schreibt die Zeitung. Damit sei die Wahrscheinlichkeit, dass die Obama-Regierung Luftangriffe auf die Infrastruktur der syrischen Regierung fliegt, noch geringer als zuvor.

    Über zwei Jahre lang habe Syrien US-Luftangriffe auf vom IS besetzte Gebiete stillschweigend hingenommen. Im vergangenen Herbst haben Moskau und Washington dann vereinbart, dafür zu sorgen, dass ihre Flugzeuge einander nicht in die Quere kommen.

    Die mit russischer Luftunterstützung laufende Aleppo-Offensive syrischer Regierungstruppen sowie die fehlenden diplomatischen Fortschritte bei der Regulierung des Syrien-Konflikts hätten die US-Regierung jedoch dazu veranlasst, „die Optionen ihres Vorgehens zu prüfen“ – auch hinsichtlich der Luftschläge gegen die Regierungstruppen des Präsidenten Baschar al-Assads.

    Anfang dieses Monats hat Moskau die Stationierung seiner Flugabwehr-Systeme in Syrien bekanntgegeben. Die Raketensysteme S-300 und S-400 versetzten Russland demnach in die Lage, Flugzeuge und Marschflugkörper im Umkreis von bis zu 400 Kilometern abzuschießen – also über ganz Syrien und Teile von Israel, Jordanien, der Türkei und dem östlichen Mittelmeer hinweg.

    Einige US-Militärexperten würden zwar über die Effektivität des S-300 streiten, in einem Punkt seien sie sich jedoch einig: „Die Stationierung an sich ist besorgniserregend“, so das amerikanische Blatt. 

    „Wir sind uns nicht sicher, ob irgendeines unserer Flugzeuge mit dem S-300 fertigwerden kann“, sagte ein Pentagon-Sprecher laut Zeitung. Das US-amerikanische Verteidigungsministerium gehe davon aus, dass jedwede Versuche, die militärische Infrastruktur der Assad-Regierung anzugreifen, zum Zusammenstoß zweier Supermächte führen könnten – bis hin zu einer echten militärischen Konfrontation.

    Am Dienstag hatte der russische Verteidigungsminister Sergej Schojgu erklärt, dass die russische und syrische Luftwaffe die Angriffe auf Aleppo für eine einstweilige Waffenruhe einstellten. Das diene der Vorbereitung auf die humanitäre Pause, die ab Donnerstag in und über der Stadt verhängt werden soll.

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    S-300, Terrormiliz Daesh, USA, Russland, Syrien