14:42 25 Juli 2017
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    Kämpfer der Terrorgruppierung Daesh (Islamischer Staat)

    Wenn der IS von Mossul nach Syrien flieht? Lawrow droht mit militärischen Schritten

    © AFP 2017/ ALBARAKA NEWS
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    Moskau wird auf militärische Maßnahmen zurückgreifen, sollten Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) aus dem irakischen Mossul nach Syrien flüchten, wie Außenminister Sergej Lawrow mitteilte.

    „Der Korridor (aus Mossul – Anm. d. Red.), der bestehen bleibt, birgt das Risiko, dass IS-Kämpfer aus dem Irak nach Syrien gehen könnten. Wir werden die Situation natürlich analysieren. Sollte es dazu kommen, sollten zusätzlichen IS-Einheiten in Syrien, wo unsere Gruppierung auf Bitte der legitimen Regierung arbeitet, auftauchen, werden wir militärische sowie politische Entscheidungen treffen“, sagte Lawrow auf einer Pressekonferenz in Moskau.

    Alle verfolgen laut dem Minister nun die Befreiungsoffensive in Mossul, da alle daran interessiert seien, dem IS eine Niederlage zu bereiten. „Die Stadt ist nicht komplett umzingelt. Ich weiß nicht, aus welchem Grund. Vielleicht haben sie es einfach nicht geschafft“, so Lawrow weiter. „Ich hoffe, dass sie es einfach nicht geschafft, und sich nicht etwa gar so gewünscht haben“, sagte der Außenminister.

    Moskau hoffe darauf, dass die US-geführte Koalition, die aktiv an der Mossul-Offensive beteiligt ist, darauf aufmerksam werde.

    Der russische Chefdiplomat hoffe weiter, dass sich die Teilnehmer der Mossul-Operation auch mit der Frage der zu erwartenden Flüchtlinge beschäftigen werden. „Nach einigen Einschätzungen der UN-Vertreter in Genf und New York kann die Zahl der Flüchtlinge von 200.000 bis zu fast einer Million Zivilisten, etwa 900.000 Menschen betragen“, so Lawrow. „Weder im Irak noch in Syrien noch in anderen Nachbarländern gibt es entsprechende Möglichkeiten, um so viele Menschen aufzunehmen“, so der Minister. „Ich hoffe, dass die Personen, die die Operation vorbereiteten, all diese Faktoren berücksichtigt haben. Aber noch gibt es viele Fragen“, so der russische Außenminister.

    Allein in den ersten 24 Stunden der Offensive konnten seit Montag bereits elf Ortschaften befreit werden, darunter auch die Stadt Nimrud (30 km südöstlich von Mossul), in der die Dschihadisten im vergangenen Jahr historische Ruinen des Assyrischen Reiches zerstört hatten.

    Iraks zweitgrößte Stadt Mossul mit mehr als 1,3 Millionen Einwohnern steht seit 2014 unter Kontrolle der IS-Terroristen. Am 17. Oktober begann die Regierungsarmee eine Operation zur Befreiung der Stadt. Kurdische Peschmerga und die US-Luftwaffe unterstützen die Offensive.

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    Migranten, Offensive, Situation, Entscheidung, Flucht, Kämpfer, Terrormiliz Daesh, Sergej Lawrow, Russland, Syrien, Mossul
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