03:02 02 April 2020
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    Den zweiten Tag in Folge rückt die irakische Armee, unterstützt durch die US-Koalition, auf die IS-Hochburg Mossul vor. Laut dem türkischen Politikexperten Metehan Demir kämpfen die auswärtigen Akteure weniger für die Rettung der Zivilbevölkerung, sondern eher um die Macht in der Region.

    Mit seinen Ölreserven und der geografischen Lage habe Mossul, Iraks zweitgrößte Stadt, eine große strategische Bedeutung, sagte Demir im Gespräch mit Sputnik.Für die westlichen Staaten und die anderen Akteure bestehe das Ziel der Offensive auf Mossul keinesfalls in der Befreiung der Zivilbevölkerung, sondern darin, sich einen Platz in der neuen Kräftekonstellation zu sichern, die sich in der Region etabliere.

    Und die Türkei wolle selbstverständlich mitmischen, sagte der Experte. Deshalb deute der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan an, dass der Sturm auf Mossul ohne die Türkei kaum Erfolg haben werde. „Die Situation auf dem Kriegsschauplatz gerät bald in die Sackgasse, und man wird die Türkei zur Teilnahme an der Operation einladen müssen.“

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    Tags:
    Mossul, Irak