23:13 14 Juli 2020
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    Moskau: USA verzögerten Syrien-Gespräche im Interesse der Terroristen

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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Die USA haben die Verhandlungen mit Russland mit dem einzigen Ziel geführt, um Zeit zu gewinnen, damit die Kämpfer und Vertreter der von Washington unterstützten Opposition ihre Einheiten neu gruppieren konnten. Dies teilte der Chef des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, mit.

    „Die diese ganze Zeit lang fast täglich stattfindenden Verhandlungen mit der russischen Seite hat Washington genutzt, um Zeit zu schinden, die die Kämpfer für ihre Neugruppierung brauchten“, sagte Patruschew. „Heute sehen wir das Ergebnis: Immer mehr Gruppierungen, mit denen die USA zusammengearbeitet hatten, schließen sich in Syrien der Al-Nusra Front an“, so der Sicherheitschef weiter.

    Patruschew zufolge können die al-Nusra-Terroristen nur deshalb nicht vernichtet werden, weil sie von der bewaffneten Opposition abgegrenzt werden müssen. Doch habe Washington seine Unfähigkeit oder vielleicht gar den Unwillen gezeigt, diesen Verpflichtungen nachzukommen.

    Dabei betonte der Sicherheitschef, dass die Umbenennung in Dschabhat Fatah asch-Scham die Al-Nusra Front nicht in eine gemäßigte Oppositionsgruppe umgewandelt habe. Diese Gruppierung habe am Verhandlungstisch nichts zu suchen, vielmehr sollte sie vernichtet werden.

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    Zusammenarbeit, Opposition, Verhandlungen, Al-Nusra-Front, Nikolaj Patruschew, Syrien, USA, Russland