00:08 25 September 2020
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    Die Wiederaufnahme des Plutonium-Vertrags ist nur bei dessen sorgfältigen Umsetzung durch die USA und der Abschaffung der gegen Russland verhängten Sanktionen möglich, wie die Chefin des russischen Föderationsrates (Oberhaus), Valentina Matwijenko, bei der Tagung des Russischen Wirtschafts- und Finanzforums in der Schweiz mitteilte.

    „Russland war gezwungen, mit der Initiative der Einstellung des Vertrags zwischen Moskau und Washington über die Entsorgung des überschüssigen waffenfähigen Plutoniums nur deshalb aufzutreten, weil unsere Partner den Bedingungen dieser Vereinbarung nicht nachkamen und dies auch weiterhin nicht tun“, sagte Matwijenko.

    Russland setze dagegen konsequent alle Punkte des Plutonium-Vertrags um. „Natürlich können wir uns in dieser Situation nicht ungleichen Bedingungen aussetzen“, so Oberhauschefin weiter.

    „Wir sind überzeugt, dass ein souveräner Staat so vorgehen muss, wenn Außenspieler seine Wirtschaft, die Wirtschaft seiner Partner zu unterbinden versuchen“, betonte Matwijenko.

    Zuvor war berichtet worden, dass der Föderationsrat über den Gesetzentwurf über die vorläufige Einstellung der Vereinbarung zwischen Russland und den USA über die Verwertung von Plutonium, das für Verteidigungszwecke nicht mehr gebraucht werden kann, am 26. Oktober abstimmen solle. Die Staatsduma hatte am Mittwoch bereits das Gesetz verabschiedet.

    Im Jahr 2000 hatten Russland und die USA ein Abkommen über die Entsorgung des überschüssigen Waffenplutoniums unterzeichnet. Beide Seiten sollten demnach je mindestens 34 Tonnen vernichten. Diese Menge wäre ausreichend für die Herstellung von mehreren Tausend Kernsprengköpfen. Die Verwertung des Waffenplutoniums sollte in beiden Ländern im Jahr 2018 beginnen.

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    Tags:
    Aufhebung, Sanktionen, Wiederaufnahme, Plutonium, Vertrag, Föderationsrat, Valentina Matwijenko, USA, Russland