20:16 20 Oktober 2020
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    Die USA befürchten, dass Russland in Kürze neue Marschflugkörper in Dienst stellen kann. Dies berichtete die Zeitung „The New York Times“ unter Berufung auf Angaben der US-Geheimdienste.

    Laut US-Beamten ist Russland  bei der Entwicklung einer neuen bodengestützten Mittelstreckenrakete deutlich vorangeschritten, wodurch es den Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme angeblich verletzt. Ihre Besorgnisse lauten: Russland stelle mehr Raketen für das Flugerprobungs-Programm her, als dafür erforderlich seien. Dies rufe Ängste hervor, der Kreml könne die neuentwickelten Raketen in Dienst stellen.

    Diese Information über das russische Rüstungsprogramm teilten US-Beamte der Zeitung mit, wobei sie anonym bleiben wollten, da die Angaben einer Auswertung durch Geheimdienste entnommen worden waren.

    Außerdem richteten zwei republikanische Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses am Mittwoch einen Brief an Präsident Obama, in dem sie ähnliche Besorgnisse zum Ausdruck brachten, ohne allerdings  irgendwelche Details zu erwähnen.  Der Chef des Militärausschusses, Mac Thornberry, und der Chef des Geheimdienstausschusses, Devin Nunes, forderten das Weiße Haus auf, Sanktionen gegen Russland zu verhängen und Maßnahmen militärischer Art zu ergreifen. 

    Die INF-Verträge waren 1987 von der Sowjetunion und den USA  unterzeichnet worden und 1988 in Kraft getreten. Demnach hatten sich die Parteien verpflichtet, alle Flugkörper mittlerer und kürzerer (von 500 bis 5500 Kilometer) Reichweite zu vernichten.

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    Tags:
    Marschflugkörper, INF-Vertrag, Russland, USA