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22:59 13 Oktober 2019
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    Der britische Zerstörer “Duncan” der Daring-Klasse

    „Jeden Schritt beobachten“: Großbritannien überwacht russische Marine in La Manche

    © Foto: Defence Images / Stu Hill
    Politik
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    Am Dienstag hat der britische Zerstörer “Duncan” der Daring-Klasse die Hafenstadt Portsmouth verlassen, um sich dem von Portugal gen Norden bewegenden Verband mit der Fregatte “Richmond” und dem Zerstörer “Dragon“ anzuschließen. Die Schiffe sollen russische Kriegsschiffe beobachten, die aus dem Gebiet Murmansk kommend in Richtung Syrien fahren.

    Nach den Worten des britischen Verteidigungsministers Michael Fallon werden die Streitkräfte des Landes „jeden Schritt der russischen Marine“ in La Manche beobachten.

    Die Schiffe der britischen Kriegsflotte würden dem russischen Marineverband mit dem schweren Flugzeugträger “Admiral Kusnezow” an der Spitze entgegenfahren, berichtet die Zeitung „The Guardian“. Die Flugzeugträgergruppe der russischen Marine befindet sich auf dem Weg in Richtung syrischer Küste im östlichen Mittelmeer.

    „Solange sich diese Schiffe in unserem Gewässer befinden, werden wir alle ihre Bewegungen verfolgen. Wir werden sie im Rahmen der Verpflichtungen zur Aufrechterhaltung der Sicherheit in Großbritannien  beobachten“, sagte ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums.

    Die Flugzeugträgergruppe mit der “Admiral Kusnezow“ an der Spitze startete am Samstag aus dem Gebiet Murmansk. Zu dem Verband gehören der schwere Atomkreuzer “Pjotr Weliki“, die großen Anti-U-Boot-Schiffe “Seweromorsk” und “Vizeadmiral Kulakow” sowie Versorgungschiffe.

    Die Schiffe sollen die russische Gruppierung vor Syrien verstärken. Die Bordjets sollen Angriffe gegen Terroristen fliegen. Zur Flugzeugflotte der “Admiral Kusnezow “gehören Kampfjets MiG-29KR und MiG-29KUBRm sowie Militärflugzeuge Su-33. Darüber hinaus wurden für den Flugzeugträger Kampfhubschrauber Ka-52K Katran (bordgestützte Version der Ka-52 Alligator) vorbereitet. Der Schiffsverband soll Ende dieser Woche an der syrischen Küste eintreffen. 

    Russisches Manöver im Mittelmeer: „Nervöse Aufregung im Westen“

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass das norwegische Patrouillenflugzeug “Lockheed P-3 Orion” den russischen Flugzeugträgerverband fotografierte. Am Montag passierten die Schiffe die norwegische Insel Andoya im Westen der Inselgruppe Vesteralen. Der Chef des norwegischen Aufklärungsdienstes, Generalleutnant Morten Haga Lunde, sagte, dass es die größte Demonstration der militärischen Stärke Russlands im Europäischen Nordmeer seit vielen Jahren gewesen sei.

    Zuvor hatte ein hochrangiger Nato-Diplomat nach Reuters-Angaben die Zusammenstellung der russischen Schiffe nahe der norwegischen Küste als größte seit dem Kalten Krieg bezeichnet. Laut dem Diplomaten ist es eine „unfreundliche Geste“ gewesen.

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    Vizeadmiral Kulakow, Atom-Raketenkreuzer Pjotr Weliki, Flugzeugträger Admiral Kusnezow, Ka-52, U-Boot-Jäger Seweromorsk, Mittelmeer, Großbritannien, Syrien, Russland