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11:30 20 August 2019
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    Athen zu Russland-Sanktionen: "Niemand profitiert von schlechten Beziehungen"

    © REUTERS / Christian Hartmann
    Politik
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    Die gegenseitigen Sanktionen der Europäischen Union und Russlands schaden beiden Seiten, wie der griechische Vizeaußenminister Nikos Ksidakis in einem Interview mit dem Portal „EurActiv“ mitteilte.

    Das Interview erschien im Vorfeld des zweitägigen EU-Gipfels, bei dem die Beziehungen zu Moskau erörtert werden sollen. Ksidakis äußerte die Hoffnung, dass der Gesamtton des Gipfels milder klingen werde.

    „Ich glaube daran, dass die bescheidenen Stimmen innerhalb der EU und des Rates (der Staats- und Regierungschefs – Anm. d. Red.) auch erhört werden, dass sie die Vertiefung eines Dialogs unterstützen und somit zu einer Lösung dieser ausweglosen Situation beitragen werden“, sagte Ksidakis.

    Der Vizeaußenminister äußerte vorsichtigen Optimismus, dass eine Entscheidung gefunden werde, durch die sich die Spannungen zwischen Russland und der EU nicht zuspitzen werden. Denn niemand werde mittel- oder langfristig von den schlechten Beziehungen profitieren. Europa brauche Russland als Lieferant von Energieressourcen sowie als großen Handelspartner. Für Russland sei Europa vor allem als Energiekunde und aus strategischen und kommerziellen Gründen wichtig.

    Die Staatschefs der 28 EU-Länder werden am Donnerstag in Brüssel die Beziehungen zu Russland vor dem Hintergrund der zugespitzten Situation im syrischen Aleppo, an der die EU Moskau und Damaskus beschuldigt, diskutieren. Es werden aber keine konkreten Entscheidungen in dieser Hinsicht erwartet.

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    Tags:
    Entscheidung, Aufhebung, Zuspitzung, Beziehungen, Sanktionen, EU-Gipfel, Nikos Ksidakis, Europäische Union, Aleppo, Griechenland, Russland