01:54 27 Januar 2020
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    Esil Nuceyfi, einst Gouverneur von Mossul und heute Kommandant einer Sunnitenmiliz, meint, dass im Zuge der Befreiung Mossuls von den Daesh-Terroristen bis zu einer Million Menschen in die Türkei fliehen könnten.

    „Bis zu einer Million können in die Türkei fliehen”, sagte Nuceyfi gegenüber Sputnik. Eine Teilung Mossuls schloss er klar aus. Nach der Befreiung der Stadt vom Daesh werde sich die irakische Armee zurückziehen und der örtlichen Polizei und den Sunitten die Kontrolle übergeben. Nuceyfi hält es jedoch für möglich, dass es in den Vororten Sindschar und Tall-Afar, die überwiegend von Kurden und Turkmenen bewohnt sind, zu religiös motivierten Zusammenstößen kommen könnte.

    Gegenwärtig unterstütze seine Miliz die irakische Regierungsarmee bei der Offensive auf nördliche Vororte von Mossul. „In den nächsten Tagen wollen wir die Offensive erweitern“, sagte Nuceyfi. Er sprach sich für eine Beteiligung der Türkei an der Mossul-Operation aus. „Die Türkei könnte uns mit Artilleriefeuer unterstützen. Wir brauchen solche Unterstützung sehr.“

    Iraks zweitgrößte Stadt Mossul mit mehr als 1,3 Millionen Einwohnern steht seit 2014 unter Kontrolle der IS-Terroristen. Am 17. Oktober begann die Regierungsarmee eine Operation zur Befreiung der Stadt. Kurdische Peschmerga und die US-Luftwaffe unterstützen die Offensive.

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    Tags:
    Mossul, Irak