15:50 20 August 2017
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    Lettland zu ärmlich: Alle aufgenommenen Flüchtlinge nach Deutschland weitergezogen

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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Laut einem lettischen Medienbericht sind nun auch die letzten der von dem baltischen Staat bislang aufgenommenen Migranten in die Bundesrepublik weitergezogen.

    Wie aus einer Doku des lettischen Senders LTV hervorgeht, ist von den 23 anerkannten und aufgenommenen Flüchtlingen niemand im Land geblieben. Die letzten Zurückgebliebenen seien  eine eritreische Familie gewesen, die Mitte Oktober aber auch nach Deutschland weitergezogen sei.

    Der Eritreer habe zwar eine Arbeit als Dolmetscher im Flüchtlingszentrum Mucenieki gehabt, die er allerdings selber aufgegeben habe.

    Im September war berichtet worden, dass 21 der bisher insgesamt 23 nach Lettland überführten Flüchtlinge das Land wieder verlassen haben und auf eigene Faust nach Deutschland weitergezogen sind.

    Der Grund für das Verlassen des Landes sei gewesen, dass es den Flüchtlingen in Lettland beinahe unmöglich sei, einen Job oder eine Wohnung zu finden.

    Wie die lettische Migrationsbehörde erklärt, ist es nicht möglich, die Migranten an der Weiterreise zu hindern – hierbei gelte die unantastbare Reisefreiheit innerhalb Europas.  Die Flüchtlinge sollen aber weiterhin monatlich 139 Euro vom lettischen Staat erhalten.

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