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    Kreml: Warum neue Russland-Sanktionen Schaden anrichten

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    Mögliche neue Russland-Sanktionen werden die internationalen Beziehungen schädigen und kaum die Lösung von Problemen fördern, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag.

    „Unsere Meinung bleibt hier unverändert. Eine Position, die auf eine Erweiterung und Fortsetzung der Sanktionen abzielt, halten wir für absolut destruktiv“, so Peskow.

    „Dies fügt den Beziehungen Russlands sowohl zu einzelnen Ländern als auch zur EU Schaden zu, wobei nicht nur die Länder selbst, sondern in erster Linie die Bürger darunter leiden, die an den Wirtschaftsaktivitäten teilnehmen – einfache Bauern, Produzenten und Leistungsanbieter“, so Peskow.

    „Auf jeden Fall tragen diese Sanktionen gar und ganz nicht zur Lösung derjenigen Probleme bei, die wir gemeinsam erörtern.“

    In der Nacht auf Freitag hatten die EU-Staaten bei einem Gipfeltreffen in Brüssel ein Endpapier angenommen, das die Möglichkeit neuer Sanktionen gegen Russland wegen der Situation in Syrien nicht thematisiert.

    Zuvor hatten Berlin, London und Washington die Bereitschaft signalisiert, die europäischen Restriktionen gegen Moskau zu unterstützen. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ behauptete unter Berufung auf eigene Quellen, Kanzlerin Angela Merkel würde beim EU-Gipfel über neue Sanktionen sprechen wollen. Diese könnten beispielsweise konkret gegen die russische Rüstungsindustrie und Flugzeugbaubranche gerichtet werden.

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    Sanktionen, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, EU, Dmitri Peskow, Angela Merkel, Syrien, Russland