09:25 02 Juli 2020
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    Russland wird bei der Tagung der Sonderüberprüfungskommission für die Einhaltung des INF-Vertrages drei Fragen aufwerfen, die die mangelhafte Umsetzung des Vertrages durch die USA betreffen. Darüber berichtet die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag unter Berufung auf das russische Außenministerium.

    Die Tagung der Überprüfungskommission, auf die die US-amerikanische Seite gedrängt hatte, wird  Mitte November in Genf stattfinden. Der 1987 von der Sowjetunion und den USA unterzeichnete Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) verbietet die Produktion, den Test und den Besitz von Flugkörpern mit mittlerer und kürzerer Reichweite (von 500 bis 5500 Kilometer).

    Laut dem Chef der Abteilung des russischen Außenministeriums für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle, Michail Uljanow, werden auf der Tagesordnung  neben den US-Beschwerden drei Fragen stehen, die mit der „gelinde gesagt ungenügenden Einhaltung des Abkommens durch die Vereinigten Staaten" verbunden sind.

    „Es geht um die US-Zielflugkörper, die ballistische Mittelstreckenraketen darstellen, unbemannte Kampfluftfahrzeuge, die als bodengestützte Marschflugkörper der mittleren Reichweite eingestuft werden,  und den Bodeneinsatz von Raketenabschussrampen, die auf den US-Kriegsschiffen zum Start von Mittelstreckenraketen benutzt werden", sagte er.

    Die USA hatten 2003 die Einstellung der Arbeit der Überprüfungskommission durchgesetzt.

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    Tags:
    Einhaltung, Marschflugkörper, INF-Vertrag, USA, Russland