06:03 22 September 2020
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    Nach dem tödlichen Bombenangriff auf Aleppo greift Belgien nach der Einschätzung des russischen Verteidigungsministeriums zu „nichtigen Schutzbehauptungen“, um sich der Verantwortung zu entziehen.

    Zuvor hatte der belgische Verteidigungsminister  Steven Vandeput eine Verwicklung seines Landes in den Bombenangriff auf Zivilisten in Aleppos Vorort Hassajek bestritten und die von Russland vorgelegten Radardaten, die das Gegenteil beweisen sollen, als „gefälscht“ zurückgewiesen.

    „Mit Schutzbehauptungen, die für jeden Profi nichtig sind, versucht das Verteidigungsministerium Belgiens, die Öffentlichkeit von dieser Tragödie abzulenken“, kommentierte Igor Konaschenkow, Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums.

    Die Reaktion des belgischen Verteidigungsministers sei erstaunlich, sagte Konaschenkow. „Entweder versteht Herr Vandeput das von Russland vorgelegte Dokument selbst nicht oder das Zentralkommando der USA, das der internationalen Militärkoalition die Ziele in Syrien zuweist, will sich der Verantwortung  entziehen.“ Laut Konaschenkow hat jedes Flugzeug „einzigartige“ Signaturen, an denen es sich eindeutig identifizieren lässt.

    Hassajek war in der Nacht zum Dienstag bombardiert worden. Mindestens sechs Zivilisten starben, mehrere weitere wurden verletzt. Das russische Militär will zum Zeitpunkt des Angriffs zwei F-16-Kampfjets der belgischen Luftwaffe über Hassajek geortet haben. Belgien bestritt das. Daraufhin schickte das russische Verteidigungsministerium nach Brüssel eine minutengenaue Beschreibung der Flugroute der belgischen Jets, wie sie von den russischen Radaren erfasst wurde.

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    Tags:
    Steven Vandeput, Igor Konaschenkow, Aleppo, Belgien, Syrien