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11:56 19 Oktober 2019
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    Normandie-Format

    Kreml: Wie im Normandie-Format nach Verständigung gesucht wird

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    Politik
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    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (142)
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    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat in einer Fernsehsendung darüber gesprochen, wie sich die Teilnehmer des Normandie-Quartetts mit einander unterhalten und nach einer Verständigung suchen.

    „Eine Verständigung ist nicht oft wie gewünscht zu finden. Sie — die Verständigung — ist zu wenig. Zugleich wird das derweil fehlende Einvernehmen zumindest teilweise durch die Bereitschaft der Normandie-Vier ersetzt, die Arbeit in diesem Format weiter fortzusetzen“, so Peskow.

    Unter anderem informierte Peskow, in welchen Sprachen die Staatsoberhäupter bei ihren Treffen sprechen. So versucht ihm zufolge der ukrainische Präsident Petro Poroschenko während der Verhandlungen in drei Sprachen zu sprechen. Er beginne plötzlich aus irgendeinem Grund auf Englisch zu sprechen.

    „Alle blicken einander an. Die Dolmetscher regieren dann darauf und übersetzen dies sowohl ins Russische als auch ins Ukrainische“, betonte der Sprecher.

    Außerdem sei beim jüngsten Gipfeltreffen in Berlin bestätigt worden, dass die Minsker Vereinbarungen alternativlos seien.

    „Poroschenko hat dies zugegeben, weil wir mehrmals verschiedene Spekulationen gehört haben, dass gewisse neue Dokumente nötig seien, dass es einen indirekten Versuch gebe, die Minsker Abkommen zu ersetzen. Es wird aber dieses Vortäuschen nicht geben.“

    „Es gibt keinen anderen Weg, als Diskrepanzen im Verständnis in Bezug darauf zu nivellieren, was auf dem Papier steht. Wenn wir diesen Weg doch gehen müssen, so müssen wir dies so tun, um dann doch zu einer etappenweisen Implementierung übergehen zu können“, sagte Peskow.

    Zuletzt waren die Präsidenten Russlands, Frankreichs und der Ukraine – Wladimir Putin, Francois Hollande und Petro Poroschenko — sowie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am 19. Oktober in Berlin zusammengekommen.

    Nach Abschluss des Treffens hatte Putin mitgeteilt, dass die Normandie-Vier ihr Festhalten an den Minsker Abkommen bestätigt habe.

    Sergei Lawrow und Wladimir Putin in Berlin
    © Sputnik / Mikhail Klimentiev
    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 9.500 Menschen ums Leben gekommen. Formell gilt seit September 2015 in der Region eine Waffenruhe. Sie wird jedoch immer wieder verletzt.

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    Tags:
    Normandie-Format, Treffen, Petro Poroschenko, François Hollande, Angela Merkel, Wladimir Putin, Deutschland, Frankreich, Lugansk, Donezk, Russland, Ukraine